Luis de Góngora und die Grundlagen der Textlinguistik

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Luis de Góngora: Ästhetik und Stil

Luis de Góngora ist aus ästhetischen Gründen durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • Bildhafter Sinn: Eine starke visuelle Komponente in seiner Lyrik.
  • Landschaftsdarstellung: Der Grund liegt in der Natur seiner Arbeit; er beschreibt detailliert Landschaften, Gegenstände, Tiere, Blumen und Früchte.
  • Kultismus und Volkstümlichkeit: Eine Mischung aus gelehrten (kultivierten) und populären Elementen.
  • Satire und Lobpreisung: Er pflegte zwei gegensätzliche Formen der Poesie: die Satire, in der er Kritik übt, und die Lobpreisung von Adligen und Helden.

Themen und Stilmerkmale

Themen: Liebe, Satire, Moral, Philosophie, Religion, Lobreden und Elegien (Grabreden).

Stil: Das auffälligste Merkmal ist die Komplexität. Er verwendet gelehrte Begriffe, Metaphern und Hyperbata.

Sein Stil zeichnet sich aus durch:

  • Gelehrte Wörter: Verwendung von Begriffen lateinischen Ursprungs, um sich vom Alltag abzuheben. Der Kultismus mit seinem proparoxytonischen Klangwert (Esdrújulas) passt perfekt in den Endekasyllabus (Elf-Silbler).
  • Hyperbata: Eine gelehrte Syntax, die von Góngora häufig verwendet wird.
  • Mythologische Anspielungen: Symbole für die Liebe.
  • Metaphern: Einsatz zur Stilisierung der Natur.

Das literarische Werk

Volkstümliche Gedichte

Dabei handelt es sich um Kompositionen in kürzeren Versmaßen, wie Romanzen und Letrillas. Hier überwiegen populäre Elemente. Die Themen der Romanzen sind vielfältig: pastoral, mythologisch oder lyrisch. Eine der bekanntesten ist: „Gebunden an der harten Bank“. Die satirischen Kompositionen sind achtsilbige Letrillas mit Refrain.

Kultivierte Gedichte

  • Fabel von Polyphem und Galatea: Erzählt die Geschichte des Zyklopen Polyphem, der in die Nymphe Galatea verliebt ist, welche wiederum Acis liebt. Als Polyphem dies entdeckt, zerschmettert er Acis mit einem Felsen, woraufhin dieser in einen Fluss verwandelt wird.
  • Einsamkeiten (Soledades): Ein lyrisches Gedicht in der Form der Silva, in dem die Natur und das Landleben besungen werden.
  • Panegyrikus auf den Herzog von Lerma.
  • Fabel von Pyramus und Thisbe: In burlesker Form geschrieben; es gilt aufgrund seines Kultismus als Góngoras Lieblingswerk.

Grundlagen der Textlinguistik

Der Text ist die maximale Kommunikationseinheit. Eine Aussage ist die absichtliche Äußerung, mündlich oder schriftlich, mit einer bestimmten Intention in einer konkreten Situation. Ein Text muss drei Bedingungen erfüllen: Er muss angemessen sein, eine kohärente Botschaft vermitteln und Kohäsion aufweisen.

Angemessenheit (Adequación): Eine Eigenschaft von Texten, durch die die Nachricht der Situation und dem Zweck des Autors entspricht. Um die Angemessenheit zu wahren, müssen die Eigenschaften der Empfänger (Experten, Kinder, Erwachsene usw.), das Thema und die Situation berücksichtigt werden.

Kohärenz: Diese Eigenschaft garantiert die inhaltliche Einheit eines Textes. Die Ideen müssen logisch strukturiert sein und sich auf das gleiche Thema beziehen.

Kohäsion: Diese Eigenschaft wird durch den Aufbau von sprachlichen Verbindungen zwischen den Teilen eines Textes erreicht.

Klassifizierung von Texten

Texte werden nach mehreren Kriterien klassifiziert:

  • Funktion: Referentiell, ausdrucksstark, appellativ, poetisch oder metasprachlich.
  • Sprachniveau: Volkstümlich, Standard oder gehoben (kultiviert).
  • Register: Formell oder umgangssprachlich.
  • Anwendungsbereich: Medien, Arbeit, Familie, Literatur.

Textmodalitäten

Narrativ, deskriptiv, expositorisch, darstellend oder argumentativ.

Der Vortrag (Die Konferenz)

Ein Vortrag ist ein Grundprinzip eines geschriebenen Textes, der vor einem Publikum ausgesprochen wird. Es handelt sich um einen formellen, vorbereiteten Text von unidirektionaler Natur, da Informationen präsentiert werden, ohne dass das Publikum (außer auf Wunsch des Autors) aktiv teilnimmt. Es dominieren die repräsentative Funktion und die appellative Funktion.

Vorträge beginnen meist mit einer Begrüßung und bestehen aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Sie enden mit einer Verabschiedung und einem Dank an das Publikum.

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