Lyrik des 20. Jahrhunderts und die Generation von '27

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Lyrik des 20. Jahrhunderts

Die Lyrik des 20. Jahrhunderts lässt sich in verschiedene Strömungen unterteilen:

  • Reine Dichtung: Suche nach dem Wesen der Dichtung.
  • Existenzialismus: Ausdruck innerer Gefühle oder des kollektiven Bewusstseins.
  • Avantgarde: Bruch mit der Tradition.

In Europa prägten Dichter wie Mallarmé, Paul Valéry, Rilke, Yeats, Paul Éluard und Neruda diese Epoche.

Die spanische Lyrik und die Generation von '27

Die spanische Lyrik entwickelte sich aus dem Modernismo von Rubén Darío und dem Einfluss von Antonio Machado und Juan Ramón Jiménez.

Antonio Machado

Sein Werk konzentriert sich auf drei Themen:

  • Die Sorge um das Menschliche.
  • Ausdruck von Gefühlen, Träumen und Erinnerungen.
  • Die kastilische Landschaft.

Wichtige Werke: Einsamkeit, Campos de Castilla, Sprichwörter und Lieder.

Juan Ramón Jiménez

Ein Beispiel für den Weg von der Moderne zum Avantgardismus. Nobelpreisträger (1956). Drei poetische Stufen:

  1. Sensibel: Intime und romantische Poesie (z. B. Arias tristes).
  2. Geistig: Reine oder „nackte“ Poesie (z. B. Tagebuch eines frisch verheirateten Dichters).
  3. Transzendenz: Suche nach dem Tod als Reflexion (z. B. Ewigkeiten).

Weltberühmt ist sein Werk Platero und ich.

Die Generation von '27

Eine Gruppe befreundeter Intellektueller (Salinas, Guillén, Diego, Lorca, Alberti, Cernuda, Altolaguirre, Prados, Alexandre, Alonso), die unsere poetische Tradition tiefgreifend kannten. Ihre zentralen Themen sind Liebe, Tod und intime Sorgen.

Wichtige Vertreter

  • Pedro Salinas: Fokus auf neue Erfindungen und das Gefühl der Liebe.
  • Jorge Guillén: Sein Gesamtwerk Aire nuestro umfasst Cántico, Clamor und Homenaje.
  • Vicente Aleixandre: Seine Poesie durchläuft drei Phasen: Kommunikation mit der Natur, mit den Menschen und mit sich selbst.
  • Federico García Lorca: Der universellste Dichter. Sein Thema ist das tragische Schicksal des Menschen.
    • Bis 1928: Populäre, andalusische Folklore (Zigeuner-Romanzen).
    • Ab 1929: Entmenschlichte Welt (Dichter in New York).
  • Rafael Alberti: Entwicklung von der Tradition zur Avantgarde und später zur engagierten Exillyrik.
  • Luis Cernuda: Seine Gedichte spiegeln Schmerz und Entfremdung wider (z. B. Wo die Vergessenheit wohnt).
  • Gerardo Diego: Verbindung von Tradition und Avantgarde.
  • Dámaso Alonso: Bedeutender Akademiker (RAE) und Autor von Söhne des Zorns.

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