Das Maison Carrée in Nîmes: Architektur und Geschichte

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Maison Carrée in Nîmes

Einführung

Das Maison Carrée ist ein pseudoperipteraler Tempel in der Stadt Nîmes (Frankreich). Er wurde in der Zeit des Agrippa (16 v. Chr.) erbaut. Der Architekt ist unbekannt.

Baustoffe

Das Gebäude wurde unter anderem mit Marmor errichtet.

Bausystem

Es handelt sich um ein System aus korinthischen Säulen und Architrav. Die Basis ist von der attischen Basis abgeleitet. Das Kapitell besteht aus drei Reihen von Akanthusblättern. In der Mitte befindet sich eine Rose über den Cauliculi. Der Schaft kann glatt oder kanneliert sein. Das Gesims weist einen großen Überhang auf.

Typ und Funktion

Das Maison Carrée ist ein rechteckiger, hexastyler Tempel mit den Maßen 22 x 12 m. Der römische Tempel weist folgende Merkmale auf:

  • Er leitet sich vom griechischen Tempel ab, zeigt jedoch einen starken etruskischen Einfluss.
  • Auf dem Podium befinden sich verschiedene Räume, die der Aufbewahrung von Dokumenten und dem Gottesdienst dienten.
  • Das Innere der Cella kann ein- oder dreischiffig sein.
  • Nur die Vorderseite ist zugänglich; die Säulen an den Seiten und an der Rückseite sind in der Regel als Halbsäulen an der Wand befestigt, was den Tempel zu einem pseudoperipteralen Bau macht.

Das Gebäude hat eine religiöse Funktion als Tempel.

Innenraum

Der Grundriss ist rechteckig, woraus eine rechteckige Cella resultiert.

Außenbereich

Die prägenden Elemente sind das Podium, die freistehenden Säulen an der Front, die Halbsäulen an den Seiten, das Gebälk sowie das Satteldach mit vorspringenden Dachtraufen.

Historischer Kontext

Im Römischen Reich war der Kaiserkult von zentraler Bedeutung. Jede Ablehnung dieses Kultes wurde als Schwächung der kaiserlichen Autorität angesehen, was die Christenverfolgungen bis 313 n. Chr. erklärt. Der Tempel ist ein typisches Beispiel für einen pseudoperipteralen Bau der römischen Welt und ist dem Apollon gewidmet. Er gilt als Symbol römischer Präferenzen und die Provinz-Aristokratie ließ sich bei den floralen Motiven zweifellos von der Ara Pacis inspirieren.

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