Malaria: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Malaria: Krankheitsbild und Symptome

Malaria ist eine akute, fieberhafte Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten verursacht wird. Sie geht mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüchen und Kopfschmerzen einher. Diese Symptome treten oft in einem zyklischen Muster auf, das von der jeweiligen Parasitenart abhängt. Einer ersten symptomatischen Phase, die durch Unwohlsein, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen gekennzeichnet ist, folgt in der Regel das klassische Malariafieber.

Der paroxysmale Anfall beginnt mit Schüttelfrost, der 15 Minuten bis eine Stunde andauert, gefolgt von einer Phase mit hohem Fieber, bei der die Körpertemperatur 41 Grad oder mehr erreichen kann. Nach einem Zeitraum von zwei bis sechs Stunden setzt der Fieberabfall (Deferveszenz) ein, und der Patient leidet unter starker Schwäche sowie starkem Schwitzen.

Krankheitsverlauf und Parasitenarten

Nach der ersten Phase nimmt das Fieber einen intermittierenden Charakter an, abhängig von der Dauer des erythrozytären Zyklus der jeweiligen Plasmodium-Art:

  • 48 Stunden: P. falciparum und P. vivax (Malaria tertiana)
  • 72 Stunden: P. malariae (Malaria quartana)

Diese Regelmäßigkeit ist jedoch in der Praxis nicht immer anzutreffen. Im Allgemeinen sind die Verläufe von P. vivax und P. malariae milder. Die schwersten klinischen Formen werden durch P. falciparum verursacht, insbesondere bei nicht-immunen Erwachsenen, Kindern und schwangeren Frauen.

Komplikationen und schwere Verläufe

Das klinische Bild kann zu schweren und komplizierten Formen fortschreiten. Zu den Warnsignalen gehören starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Benommenheit und Krämpfe (zerebrale Malaria). Weitere Komplikationen sind:

  • Akutes Nierenversagen und Lungenödem
  • Hypoglykämie und Leberfunktionsstörungen
  • Hämoglobinurie (massive intravaskuläre Hämolyse)
  • Schockzustände, die in etwa 10 % der Fälle zum Tode führen können

Die Krankheit ist von großer epidemiologischer Bedeutung aufgrund ihrer klinischen Schwere und des hohen Ausbreitungspotenzials in Gebieten mit hoher Vektordichte. In Brasilien konzentriert sie sich auf die Amazonas-Region und führt dort zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Verlusten.

Synonyme und Bezeichnungen

Synonyme: Malaria, Sumpffieber, Wechselfieber, Malaria-Fieber, Tertiana (gutartig/bösartig) sowie volkstümliche Namen wie Schüttelfrost oder „Mixer“ (Batedeira).

Wissenschaftliche Grundlagen

Erreger: In Brasilien verursachen drei Arten von Plasmodium Malaria: P. malariae, P. vivax und P. falciparum.
Reservoir: Der Mensch ist das einzige wichtige Reservoir.
Vektor: Mücken der Ordnung Diptera, Familie Culicidae, Gattung Anopheles. Diese Gattung umfasst etwa 400 Arten. In Brasilien sind die Hauptarten für die Übertragung Anopheles darlingi, Anopheles aquasalis, Anopheles albitarsis, Anopheles cruzii und Anopheles bellator. Anopheles darlingi ist besonders relevant. Volksnamen für den Überträger sind unter anderem Carapanã, Muriçoca oder Moskito-Nagel.

Übertragung und Inkubationszeit

Die Übertragung erfolgt durch den Stich der weiblichen, mit Plasmodium infizierten Anopheles-Mücke. Die infektiösen Sporozoiten gelangen durch den Speichel der Mücke in den Menschen. Wenn Mücken infizierte Personen stechen, nehmen sie Gametozyten auf, die sich im Wirt über 8 bis 35 Tage zu Sporozoiten entwickeln. Die Mücken sind vor allem in der Dämmerung aktiv, im Amazonasgebiet jedoch teils die ganze Nacht hindurch.

Es gibt keine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch. In seltenen Fällen kann die Infektion durch Bluttransfusionen, den Austausch von Spritzen oder während der Geburt übertragen werden.

Inkubationszeit:
P. falciparum: 8 bis 12 Tage
P. vivax: 13 bis 17 Tage
P. malariae: 18 bis 30 Tage

Diagnose, Behandlung und Prävention

Zeitraum der Übertragbarkeit: Die Mücke infiziert sich durch das Saugen von Blut, das Gametozyten enthält. Diese erscheinen bei P. vivax nach wenigen Stunden, bei P. falciparum nach 7 bis 12 Tagen. Infektionsquellen können bei P. falciparum bis zu einem Jahr, bei P. vivax bis zu drei Jahre und bei P. malariae über drei Jahre bestehen.

Diagnose: Die definitive Diagnose ist nur durch den Nachweis des Parasiten oder von Antigenen im peripheren Blut möglich.
Behandlung: Das Gesundheitsministerium stellt über das Unified Health System (SUS) landesweit kostenlose Medikamente zur Verfügung.

Epidemiologische Merkmale

Über 40 % der Weltbevölkerung sind dem Risiko einer Malaria-Infektion ausgesetzt. Im Jahr 2003 verzeichnete Brasilien 407.652 Fälle, wobei P. vivax mit 78,5 % die höchste Inzidenz aufwies. 99,5 % der Fälle konzentrierten sich auf die Amazonas-Region. Faktoren wie hohe Niederschläge, Abholzung und mangelhafte Wohnverhältnisse begünstigen die Übertragung.

Meldepflicht und Schutzmaßnahmen

Alle Malariafälle müssen den Gesundheitsbehörden gemeldet werden. In Regionen außerhalb des Amazonasgebiets ist zudem eine obligatorische Untersuchung vorgeschrieben.

Wichtige Schutzmaßnahmen:

  • Sofortige Behandlung diagnostizierter Fälle
  • Epidemiologische Untersuchungen und Aufklärung der Bevölkerung
  • Nutzung von Insektenschutzmitteln, Moskitonetzen und Schutzkleidung
  • Anbringen von Gittern an Türen und Fenstern
  • Vektorkontrolle durch chemische Maßnahmen

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