Die Malerei der Renaissance: Epochen und Meister
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Die Malerei der Renaissance
Die Renaissance, die sich zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert entfaltete, war geprägt von einer religiös und monarchisch geprägten Gesellschaft mit einer stabilen wirtschaftlichen Lage.
Die Malerei dieser Zeit wird als „Wiedergeburt“ der klassischen Antike verstanden. Sie spiegelt die Auswirkungen des Humanismus auf Künstler und Mäzene wider, zeigt neue Techniken sowie eine veränderte künstlerische Sensibilität und markiert den Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit.
Der Status des Künstlers
In dieser Epoche wurde der Künstler hoch geschätzt; er galt als gebildeter Mensch und Teil der High Society. Zu den wichtigsten Auftraggebern zählten der Adel, Herrscher und Geistliche.
Ursprung und Entwicklung
Die Renaissance hat ihre Wurzeln in Flandern und Italien. Die bedeutendsten Entwicklungen fanden jedoch in Italien in zwei Phasen statt:
Quattrocento (Florenz)
Diese Phase entwickelte sich zunächst in Florenz. Bedeutende Werke stammen von Fra Angelico (Die Verkündigung, Museo del Prado) und vor allem von Masaccio. Letzterer schuf eine neue Sensibilität, die sich deutlich von der Gotik abgrenzte, und nutzte einen erzählerischen Stil, der mehrere Szenen in einem Bild vereinte. Die räumliche Tiefe wurde durch die methodische Anwendung der linearen Perspektive erreicht.
Die herausragendsten Künstler waren:
- Benozzo Gozzoli
- Domenico Ghirlandaio
- Sandro Botticelli (Die Geburt der Venus, Uffizien, Florenz)
Als Techniken wurden vorwiegend die Freilichtmalerei und Tempera verwendet.
Cinquecento (Rom)
Hier wirkten die drei großen Meister der Renaissance:
- Leonardo da Vinci (Mona Lisa, Louvre)
- Raffael
- Michelangelo (dessen Arbeit an der Sixtinischen Kapelle als eine der Glanzleistungen der Renaissance gilt)
In dieser Zeit wurden vertraute, intime Szenen in die Natur integriert. Charakteristisch sind die dreieckige Komposition und die Einführung der Sfumato-Technik. Die Künstler perfektionierten das Hell-Dunkel (Chiaroscuro) sowie die Proportionen und begannen, verstärkt Gefühle und die menschliche Natur in den Fokus zu rücken. Zudem ermöglichte der Einsatz neuer Bildträger eine größere Mobilität der Werke.
Nach dieser Periode leitete der Manierismus – maßgeblich beeinflusst durch das Spätwerk Michelangelos – den Übergang zum Barock ein, wobei religiöse Themen wieder stärker in den Vordergrund rückten.