Maria Christinas Regentschaft & Spanischer Regionalismus

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Die Regentschaft von Maria Christina von Habsburg und der Pakt von El Pardo

Im November 1885 starb Alfons XII. Als Regentin fungierte seine zweite Frau, Maria Christina von Österreich. Um die Stabilität des Systems von Cánovas und Sagasta zu gewährleisten, wurde die Zustimmung zum Pakt von El Pardo (Pakt von Pardo) eingeholt. Die Parteien sicherten zu, die Regentschaft zu unterstützen, der Regierung Hilfe zu leisten, falls sie an Prestige verlieren sollte, und die öffentliche Meinung zu stützen. Zudem vereinbarten sie, keine Gesetze zu verabschieden, die nicht von beiden Seiten genehmigt wurden. Dieser Pakt der politischen Korruption verstärkte das System und verzerrte den Willen des Volkes.

Zwischen 1885 und 1890 regierte die Liberale Partei im sogenannten „Langen Parlament“. Sagasta verfolgte eine politische Agenda mit deutlich mehr Offenheit: Die Freiheit wurde wiederhergestellt und die akademische Freiheit sowie die Meinungsäußerung wurden erweitert. Außerdem wurde die Vereinigungsfreiheit restauriert.

Die wichtigste Reform war jedoch das neue Wahlgesetz, das nun endgültig das allgemeine Wahlrecht für Männer festlegte. Dessen Auswirkungen wurden jedoch durch systematische Wahlmanipulationen gedämpft. Der Parteienwechsel (Alternancia) setzte sich ohne größere Überraschungen fort, bis der Aufstand in Kuba ausbrach.

Während der Restauration erlebte die republikanische Bewegung einen starken Rückgang. Unter Cánovas trat eine Unterdrückung ein, die zur internen Zersplitterung in unversöhnliche Gruppen führte. Die Republikaner, die aus Honoratioren-Ausschüssen bestanden, beschränkten ihre Aktivitäten fast immer auf die Wahlzeit und erhielten stets nur ein paar Sitze. Ihre Chancen waren sehr gering, da sie nicht mehr die Unterstützung der Gewerkschaften hatten. Auch die periphere Bourgeoisie wandte sich ab und lehnte sich an die regionalen und nationalen Parteien an.

Während der Republikanismus und der Karlismus geschwächt wurden, entstanden Bewegungen, die historische Rechte einforderten. Der Regionalismus erstarkte; der frühe katalanische Nationalismus entstand rund um Valentí Almirall und Prat de la Riba. Beide Gruppen schlossen sich in der Unió Catalanista zusammen, deren Gründungsprogramm, die Bases de Manresa, die Bewegung vereinte.

Die baskische Sprache diente als Differenzierungsmerkmal und zementierte das Nationalgefühl; die baskische Bewegung entstand zu einem späteren Zeitpunkt. Sabino Arana gründete im Jahre 1895 die Baskische Nationalistische Partei (PNV). Obwohl die Positionen anfangs sehr radikal waren, wurden sie nach und nach aufgeweicht. Dies war ein weit verbreitetes Phänomen in ganz Europa. In Galizien, Valencia und Andalusien setzte diese Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein.

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