Marktformen: Monopol, Oligopol und Wettbewerb

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Das Monopol

Ein Monopol beschreibt einen Markt mit einem einzigen Anbieter, der die Fähigkeit besitzt, den Preis vollständig zu bestimmen. Da die Nachfragekurve des Unternehmens der Marktnachfragekurve entspricht, muss das Unternehmen den Preis verringern, wenn es mehr verkaufen möchte. Ein Beispiel hierfür ist die RENFE.

Ursachen für Monopole

Die Ursachen für ein Monopol können vielfältig sein:

  • Die Kontrolle über einen produktiven Faktor oder die wichtigsten Quellen für wesentliche Rohstoffe der Produktion.
  • Die Erteilung eines Patents, was eine temporäre Monopolsituation schafft.
  • Staatliche Kontrolle der nationalen Versorgung, was zu staatlichen Monopolen führt, die in der Regel durch Konzessionsunternehmen betrieben werden.
  • Die Existenz einer großen Marktgröße und die Kostenstruktur der Industrie. Insbesondere bei einem natürlichen Monopol sinken die Durchschnittskosten mit steigender Produktionsmenge.

Oligopolistische Märkte

In oligopolistischen Märkten gibt es eine begrenzte Anzahl von Anbietern, die ein homogenes Produkt für eine Vielzahl von Käufern produzieren. Da es nur wenige Anbieter gibt, haben diese eine gewisse Kontrolle über den Preis, und die Aktionen einzelner Mitglieder haben Auswirkungen auf die übrigen Teilnehmer des Marktes.

Ein strategisches Merkmal entsteht, wenn beispielsweise nur vier Unternehmen in einem Markt existieren, sodass die Pläne eines Unternehmens direkt vom Verhalten der Gegner abhängen.

Preisgestaltung im Oligopol

Unternehmen berücksichtigen bei der Festlegung eines Preises ihre Nachfrageprognosen sowie die Reaktionen der Konkurrenten in Zeiten der Unsicherheit. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen:

  • Versuchen, das Verhalten von Wettbewerbern vorherzusehen und entsprechende Strategien zu entwerfen.
  • Ein Kartell bilden, um zu kooperieren, anstatt zu konkurrieren. In diesem Fall kann es zu Marktaufteilungen oder Preisabsprachen kommen.
  • Preiskriege initiieren, wenn Unternehmen versuchen, ihren Marktanteil durch sukzessive Preissenkungen zu erhöhen.

Der Preiskampf

Ein Preiskampf ist eine Situation, in der Unternehmen in einem oligopolistischen Markt um Marktanteile streiten, indem sie die Preise stark senken. Wenn ein Unternehmen den Preis senkt und andere nicht folgen, erhöht es seine Nachfrage auf Kosten der Konkurrenz und sein Einkommen steigt. Solche Initiativen führen in der Regel zu einem Preiskampf, da die anderen Unternehmen gezwungen sind zu reagieren, um ihren Anteil am Gesamtumsatz zu halten. Ein Beispiel hierfür sind Telefonunternehmen.

Monopolistische Konkurrenz

Die monopolistische Konkurrenz ist eine Marktstruktur, in der viele Unternehmen ähnliche, aber nicht identische Produkte verkaufen. Die Unterscheidung zwischen Waren und Dienstleistungen ist hier der Schlüssel zur Entstehung dieser Marktform.

Merkmale der monopolistischen Konkurrenz

  1. Zersplitterter Markt: Der Bereich wird von vielen Unternehmen gebildet, von denen keines einen bedeutenden Marktanteil kontrolliert.
  2. Produktdifferenzierung: Die produzierten Waren sind verschieden. Verbraucher können die Produkte der Unternehmen unterscheiden, beispielsweise durch die Existenz von Marken.
  3. Begrenzte Preismacht: Jedes Unternehmen hat eine begrenzte Macht, den Preis des eigenen Produkts festzulegen, wenn es einzeln agiert.
  4. Keine Markteintrittsbarrieren: Es gibt keine Barrieren für den Ein- und Austritt aus dem Sektor, sodass Freiheit für den Markteintritt neuer Unternehmen besteht.

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