Masaccio und die Renaissance: Analyse bedeutender Werke
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Stilistische Merkmale und Volumen in der Malerei
Die Figuren werden individuell definiert und durch vereinfachte Ausdrücke dargestellt, ohne dabei in übermäßige Details zu verfallen. Ein Beispiel hierfür sind die Hände der Figuren, die zwar anatomisch nicht perfekt, aber ausdrucksstark gestaltet sind. Das Volumen der Figuren basiert primär auf der Modellierung durch Schatten.
Das Spiel wird durch den Weggang von Masolino unterbrochen.
Altar-Kreuzigung von Pisa
Der Bogen war architektonisch gerahmt. Das Kreuz, dessen Baumkrone zwar beeinträchtigt ist, enthält einen Verweis auf die Legende von Santa Cruz und den Baum des Paradieses. Die Platzierung der Figuren ist aufgrund des goldenen Hintergrunds schwierig, wird jedoch durch einen kleinen Hügel am Boden angedeutet.
Sowohl das Aussehen als auch die Gesten der Charaktere sind stark individualisiert. Es ist offensichtlich, dass der Hals des Christus nicht dargestellt ist, da das Werk für eine Betrachtung von unten konzipiert wurde. Die Schattenwürfe bei Christus sind bemerkenswert.
Die Jungfrau Maria ist im Profil dargestellt und besitzt eine beeindruckende Körperlichkeit. Masaccio zeigt sie in einem Moment tiefer Trauer, wie es die Bibel beschreibt. Sie wirkt als starke Frau mit außerordentlicher Kraft, die den Anblick ihres Sohnes am Kreuz erträgt.
- San Juan: Der junge Schüler wirkt zunächst unscheinbar, besitzt aber eine große Präsenz durch seine nicht-gotische Faltenwurfgestaltung.
- Magdalena: Ihre Figur ist erstaunlich; ihre Haltung drückt tiefen Schmerz aus. Masaccio platziert sie so, dass der Betrachter direkt in ihren Schmerz eintaucht. Die Kombination aus Rot und Gelb ist traditionell, aber intensiv gestaltet.
Vier Heilige Gekrönte (1411–1413) und Kalvarienberg (1443)
Das Werk der Vier Heiligen Gekrönten stammt von Nani di Banco, einem florentinischen Bildhauer (ca. 1390–1421). Es handelt sich um eine Marmorarbeit für eine Nische von Orsanmichele. Dargestellt sind vier römische Märtyrer der diokletianischen Verfolgung, die zugleich die Schutzheiligen der Steinmetze sind.
Andrea del Castagno (geb. 1421) interpretierte den Stil Donatellos, was seine Malerei besonders plastisch und expressiv macht. Beide Werke nutzen den Raum durch die halbkreisförmige Anordnung der Charaktere, wobei die Tiefe bei Nani di Banco deutlicher ausgearbeitet ist als bei Castagno. Der Kalvarienberg betont die skulpturale Beziehung durch die präzise Definition der Gewandfalten mittels Licht und Schatten.
Fest des Herodes und Abendmahl
Das Fest des Herodes ist Teil der Fresken in der Kathedrale von Prato, die Filippo Lippi zwischen 1452 und 1464 schuf. Die Fertigstellung nahm längere Zeit in Anspruch, da der Künstler parallel an anderen Projekten arbeitete. Ursprünglich war Fra Angelico für diesen Auftrag vorgesehen, lehnte jedoch ab.