Mauerwerk, Bögen, Gewölbe und Säulen: Bauelemente der Architektur

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Mauerwerk und Steinbau

Beim Rigging unregelmäßiger Steine (Cyclopean-Mauerwerk) werden große, unbehauene Steine verwendet. Im klassischen und mittelalterlichen Bauwesen unterscheidet man das Mauerwerk aus unbehauenen Steinen von dem aus Quadersteinen. Im Mittelalter wurden zudem kleine Steine grober Weise verarbeitet.

Elemente der Architektur

Sturzsteine, Deckel oder in Teilen Architrave bilden die waagerechten Elemente.

Klassisches Gebälk

Das Gebälk besteht aus folgenden Teilen:

  • Architrav: Der horizontale Balken auf den Säulen.
  • Fries: Das mittlere Band, oft mit Skulpturen verziert.
  • Gesims: Der obere, vorspringende Abschluss.
  • Giebel (Front): Das dreieckige Feld im Gesims, häufig skulptural gestaltet.

Bögen

Bögen werden aus Bögen mit scharfen oder gebogenen Formen gebildet. Die wichtigsten Elemente sind:

  • Keilsteine: Die Steine, die den Bogen bilden.
  • Kämpfer: Der Anfang des Bogens, auf dem er ruht.
  • Scheitelstein: Der oberste Stein, der den Bogen schließt.
  • Laibung: Die innere Fläche des Bogens.

Gewölbe

Gewölbe entstehen durch die Verschiebung von Bögen. Man unterscheidet:

  • Tonnengewölbe: Entstehen durch die Verschiebung eines Rundbogens.
  • Kreuzgewölbe: Entstehen durch die Durchdringung von zwei Tonnengewölben.
  • Spitzbogengewölbe: Entstehen durch die Durchdringung spitzer Bögen.
  • Stichkappen: Halbe Gewölbe, die in die Wand einschneiden.

Kuppeln

Kuppeln entstehen durch die Drehung eines Bogens um eine vertikale Achse. Ihre Teile sind:

  • Trommel: Der Unterbau der Kuppel.
  • Kuppel und Laterne: Der obere Abschluss mit Lichtöffnung.
  • Pendentif: Der Übergang vom quadratischen Grundriss zur runden Kuppel.

Architektonische Gestaltung

Architektonische Darstellung beschreibt den Stil und die Details eines Gebäudes in einer horizontalen Ebene.

Grundrissformen

  • Lateinisches Kreuz: Längsachse mit Querhaus, typisch für Kirchen.
  • Griechisches Kreuz: Gleich lange Achsen, zentralisierte Grundrisse.
  • Kreisförmige Anlagen: Zentralbauten.

Fassaden

Die Fassade gliedert das Gebäude zur Straße hin. Wichtige Elemente sind Öffnungen, Fenster und Portale, sowie die Gestaltungselemente und Dekorationen.

Baumaterialien

  • Naturstein und Marmor
  • Ziegel: Gebrannt (Opus latericium) oder als Lehmziegel (Adobe) in der Sonne getrocknet.
  • Beton: Aus Zement und Kalk.
  • Keramik und Holz als Dekorationsmaterial.
  • Eisen, Stahl und Stahlbeton im modernen Bau, insbesondere im Hochhausbau.
  • Glas als Gestaltungselement.

Tragende Elemente

Stützen sind Bauteile, die Lasten aufnehmen. Dazu gehören:

  • Schwelle: Der untere Teil einer Türöffnung.
  • Sturz: Der obere horizontale Abschluss einer Öffnung.
  • Spannweite: Der Abstand zwischen zwei Stützen.

Säulen

Säulen sind kreisförmige oder polygonale Stützen. Sie bestehen aus Basis, Schaft und Kapitell.

Säulenordnungen

  • Dorisch: Schlicht, ohne Basis, mit einfachem Kapitell.
  • Toskanisch: Eine Vereinfachung der dorischen Ordnung.
  • Ionisch: Mit Voluten im Kapitell.
  • Korinthisch: Mit reich verziertem Akanthus-Kapitell.
  • Komposit: Eine Mischung aus ionischem und korinthischem Kapitell.

Pfeiler

Pfeiler sind meist quadratische oder kreuzförmige Stützen. Im Unterschied zu Säulen sind sie nicht rund. Pilaster sind an die Wand gebundene Pfeiler.

Regelmäßiges Mauerwerk

Isodomes Mauerwerk besteht aus Steinblöcken gleicher Höhe, die in regelmäßigen Schichten verlegt werden. Bei pseudoisodomem Mauerwerk sind die Schichten ungleich hoch.

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