Vom Mechanismus zur modernen Wissenschaft
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Das mechanistische Weltbild
Mechanistisch: Dies entsteht mit der Wiedergeburt des griechisch-mittelalterlichen Modells. In dieser Zeit geschieht der Übergang vom Theozentrismus (Gott als Mitte von allem) zum Anthropozentrismus (der Mensch ist das Herz von allem).
Die neue Vision des Universums
Es wird angenommen, dass das Universum geordnet und stabil ist. Das geozentrische Modell (die Erde als Zentrum des Universums) wird durch das heliozentrische Modell ersetzt (die Sonne steht im Zentrum, während die Erde als ein Planet unbeweglich um diese kreist). Das aristotelische Weltbild verschwindet. Nun gilt das Universum als unendlich und wird durch homogene mathematische Gesetze erklärt, die das Verhalten von Himmelskörpern und terrestrischen Objekten beschreiben. Diese werden als mechanistische Modelle bezeichnet.
Besonderheiten des Mechanismus
- 1. Quantitativ: Naturphänomene können nicht mehr nur nach ihrer Qualität erklärt werden. Es zählt nur das, was man messen und quantifizieren kann (z. B. Geschwindigkeit, Gewicht).
- 2. Mathematik: Sie ist das wichtigste Instrument, da Zahlen die Sprache sind, die die Welt am besten erklärt.
- 3. Effiziente Ursache: Es wird hinterfragt, was die Dinge bewegt (Was bewegt die Sterne? Wer hat das ausgedacht?). Die Wissenschaft liefert hierauf keine endgültige Antwort.
- 4. Experimentelle Art: Man bemüht sich, Naturerscheinungen im Labor zu reproduzieren.
- 5. Technik und Erfindung: Man nutzt die Technik und Erfindungen, um Fortschritte bei Phänomenen und Experimenten zu messen und neue Instrumente zu schaffen.
Wissenschaftliche Revolution
Es gab viele grundlegende Veränderungen in der Art und Weise, wie das Universum beobachtet und interpretiert wird; man kann von einer wissenschaftlichen Revolution sprechen. Die Physik ist nun in der Lage, eine Wiedervereinigung von Erkenntnis und Wissenschaft darzustellen.
Das zeitgenössische Bild des Universums
Für die moderne Wissenschaft ist das Universum nicht mehr statisch oder unveränderlich. Die von Wissenschaftlern am meisten akzeptierte Theorie ist der Urknall. Da irreversible Phänomene auftreten, ist die wissenschaftliche Erklärung der Realität indeterministisch.
In der Realität spielt der Zufall eine wichtige Rolle. Man kann nicht mit Sicherheit sagen, dass etwas geschehen wird, sondern nur, mit welcher Wahrscheinlichkeit es eintritt. Dies hat folgende Konsequenzen:
- Die Wahrheit ist relativ: Es gibt keinen absoluten, unbeweglichen Ort, da sich alles in ständigem Wandel befindet (die zwei Kinder).
- Der Raum ist nicht homogen: Es gibt Unterschiede zwischen der subatomaren Ebene und den Planeten; es gibt kein einzelnes universelles Gesetz, das das Ganze erklären kann.
- Die Wissenschaft unterliegt Einschränkungen.