Medizinische Fallstudien: Masern, Leukämie und Renin-System

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1. Fallbeispiel: Masern und Immunität

Eine Tante hat zwei Kinder: eines im Alter von 8 Jahren und eines im Alter von 1 Jahr und 8 Monaten. Das jüngere Kind ist an Masern erkrankt. Die Tante sorgt sich, ob ihr 8-jähriges Kind durch die Masern unfruchtbar werden könnte. Der Arzt gibt Entwarnung, da das 8-jährige Kind bereits geschützt ist.

Antwort:

  • Impfschutz: Die Impfung mit dem Triple-Impfstoff (Masern, Mumps, Röteln) im Alter von 12 Monaten bietet eine erworbene Immunität durch einen externen Wirkstoff.
  • Natürliche Immunität: Alternativ könnte das Kind bereits eine Maserninfektion durchgemacht haben, wodurch eine Immunität durch Gedächtniszellen besteht.

2. Fallbeispiel: Atemwegsphysiotherapie bei AML

Ein 12-jähriges Mädchen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) benötigt eine Atemwegsphysiotherapie. Sie weist einen Hämatokritwert von 25 % und eine Leukopenie auf.

a) Blutbild-Analyse

Der Hämatokritwert ist deutlich erniedrigt.

b) Physiologische Probleme

Aufgrund des niedrigen Hämatokritwerts (Anämie) treten folgende Symptome auf:

  • Müdigkeit und Kurzatmigkeit (aufgrund von Gewebehypoxie durch Sauerstoffmangel).
  • Leichte Blutergüsse und Gerinnungsstörungen.
  • Erhöhtes Risiko für Wundinfektionen.

c) Pflegemaßnahmen

Aufgrund der Immunschwäche (Leukopenie) und des Sauerstoffmangels sind strenge Hygienemaßnahmen erforderlich:

  • Gründliche Händedesinfektion.
  • Tragen von sterilen Handschuhen und Mundschutz.
  • Desinfektion aller verwendeten Materialien.
  • Gezielte Sauerstoffzufuhr zur Kompensation der Hypoxie.

3. Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS)

Bei niedrigem Blutdruck in der Niere wird Renin freigesetzt:

  1. Renin wandelt Angiotensinogen in Angiotensin I um.
  2. Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) wandelt Angiotensin I in Angiotensin II um.
  3. Angiotensin II stimuliert die Freisetzung von Aldosteron in der Nebennierenrinde.
  4. Dies führt zur Reabsorption von Natrium und Wasser, was das Blutvolumen erhöht, die Urinmenge verringert und die Kaliumausscheidung fördert.

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