Meisterwerke der Kunst: Impressionismus und Postimpressionismus

Eingeordnet in Musik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,94 KB

Impression, Sonnenaufgang (1872) – Stil: Impressionismus

Vor einem verschwommenen Hintergrund, in dem sich im Hafen Handelsschiffe mit Masten und Schornsteine rauchender Fabriken abzeichnen, geht die Sonne auf. Sie wird durch eine kleine, orangefarbene Scheibe dargestellt und beleuchtet die ruhige Meeresoberfläche, auf der sich ein Ruderboot und drei kleine Segelboote nähern.

In diesem Gemälde verzichtet Monet auf die üblichen Kriterien der gegenständlichen Darstellung. Stattdessen folgen die Elemente den Emotionen des Künstlers durch die direkte Aufnahme natürlicher Eindrücke, wodurch die akademische Detaillierung und die feste Form der Objekte aufgegeben werden. Das gesamte Bild ist das Ergebnis einer Reihe heller, dynamischer Pinselstriche, die nur erahnen lassen, wie diese erstaunliche Skizze eines Gefühls entstand.

Was die Farben betrifft, dominiert ein schwacher blau-grauer Dunst, der das Werk umhüllt. Gleichzeitig bildet die orangefarbene Sonne einen Kontrast zum reflektierten Licht. Diese beiden Komplementärfarben sind kein Zufall: Der Maler kannte das Gesetz der simultanen Kontraste, das 1839 von dem französischen Chemiker Eugène Chevreul entdeckt wurde. Nach diesem Gesetz steigert das Nebeneinander zweier Komplementärfarben die Intensität beider Töne, wodurch das traditionelle System von Hell und Dunkel verlassen wird.

Die Kartenspieler (1893) – Stil: Postimpressionismus

Das Werk zeigt zwei Männer, die an einem Tisch sitzen, wobei der Betrachter sie nur im Profil sieht. Die Flasche auf dem Tisch markiert die kompositorische Achse, die leicht nach rechts verschoben ist. Dadurch befindet sich die Figur auf der linken Seite vollständig im Bild, während die rechte Figur am Rand leicht angeschnitten wird. Dennoch kompensiert ihre starke Präsenz diesen Verlust, da ihr Körper leicht nach hinten geneigt ist und so einen größeren Raum am Tisch einnimmt.

Der Torso des linken Spielers bildet eine vertikale Säule, die mit der horizontalen Linie seines Kopfes und Rückens kontrastiert. Es entsteht ein imaginäres, umgekehrtes Dreieck, das durch die Karten der Spieler auf dem Tisch gebildet wird. Die Verwendung von Geometrie dient nicht nur der Komposition, sondern bestimmt in Teilen auch die Konformation der Figuren durch geometrische Formen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Künstler die Farbe der Linie untergeordnet hat, denn für Cézanne waren beide Konzepte gleichermaßen wichtig. Sein kurzer Pinselstrich modelliert durch verschiedene Farben die Menschen und Objekte. Das Licht wird ebenfalls effektiv als Element der Raumkonfiguration eingesetzt – nicht im Sinne eines naturalistischen Realismus, sondern durch tonale Kontraste. Der formale Vergleich der beiden Spieler wird durch die vorherrschenden Farbtöne in der Komposition unterstützt, wobei der Künstler die Farben der Jacken und Hosen der Figuren invertiert.

Verwandte Einträge: