Meisterwerke der romanischen Wandmalerei in Spanien
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St. Clemens von Tahull
Belege für die Überprüfung erforderlich:
- Titel: Ikonografisches Ensemble von St. Clemens von Tahull
- Autor: Meister von Tahull
- Chronologie: 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts
- Stil: Romanisch
- Technik: Fresko (al fresco)
- Träger: Wand
- Lokalisierung: Original in Lleida, heute im Nationalen Kunstmuseum von Katalonien (BCN)
In der Apsis befinden sich der Pantokrator und die Evangelistensymbole; an der Apsiswand unterhalb sind Maria, Johannes und andere Apostel dargestellt. Es zeigt Christus in einer Mandorla, umgeben von Evangelistensymbolen. Die Mittel sind in verschiedenen Farbbändern verteilt. Wir beobachten die Suche nach primärer Ausdruckskraft und die Größe der romanischen Kunst.
Santa Maria de Tahull
Zeitgenössisch zum oben Genannten: Mit der Jungfrau Maria (Gottesgebärerin) und den Heiligen Drei Königen (ohne ethnische Unterschiede). Die Heiligenwand ist in Arkaden und Medaillons mit Tieren dekoriert. Das Werk von 1123 ist dem Bild von San Clemente sehr ähnlich, weist jedoch eine etwas geringere Qualität auf.
Das Pantheon der Könige von San Isidoro
Die „Sixtinische Kapelle“ der Romanik
Aus dem frühen 12. Jahrhundert stammend, sind sechs Gewölbe mit Fresken verziert, die einen klaren narrativen Trend zeigen. Besonders hervorzuheben sind die Verkündigung des Engels an die Hirten in einer sehr schematischen Darstellung sowie der Pantokrator mit Evangelistensymbolen. Es ist ein Werk von hervorragender Qualität.
Die Malereien entstanden während der Regierungszeit von Ferdinand II. zwischen 1164 und 1188. Fresken schmücken die Gewölbe des königlichen Pantheons, welches ein rechteckiger Raum von acht Metern Seitenlänge ist, unterteilt durch zwei Säulen und sieben Bögen in drei Schiffe. In den sechs Kuppeln entfalten sich Szenen von Geburt, Passion und Auferstehung. Die Laibung der Bögen ist mit Medaillons geschmückt, die mit der landwirtschaftlichen Arbeit des Jahres verbunden sind.
Sie sind durch das Vorherrschen von Ocker- und Brauntönen auf weißem Hintergrund und den Mangel an Perspektive gekennzeichnet. Von allen in der königlichen Gruft abgebildeten Szenen ist die bekannteste die Verkündigung an die Hirten, die zum Weihnachtszyklus gehört. Sie ist von einer gewissen Naivität und einer bukolischen Atmosphäre geprägt.