Meisterwerke der römischen Kunst: Pantheon und Augustus

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Das Pantheon in Rom

Das Pantheon wurde 27 v. Chr. erbaut, ist kreisförmig angelegt und allen Göttern gewidmet. Es wurde durch ein Feuer zerstört und in der Zeit Hadrians (frühe Kaiserzeit, 2. Jahrhundert n. Chr.) wieder aufgebaut. Als möglicher Architekt gilt Apollodor von Damaskus.

Architektur und Struktur

  • Aufbau: Besteht aus einem großen, massiven Zylinder, dem eine Fassade mit einem oktastylen Portikus (acht Säulen) vorgelagert ist.
  • Kuppel: Das zentrale Element ist die Kuppel mit einem 9 Meter durchmessenden Oculus, der als einzige Lichtquelle dient.
  • Konstruktion: Die Kuppel ruht auf einer Reihe von Säulen und Pilastern, was dem Bau eine neuartige Leichtigkeit verleiht.
  • Materialien: Durch den Einsatz von Beton und abgewandelten Gewölben konnte das Gewicht reduziert werden. Die schrittweise Ersetzung schwerer Ziegel- und Steinblöcke durch Bimsstein ermöglichte die enorme Spannweite.

Die Harmonie der Proportionen ist perfekt: Die Gesamthöhe entspricht dem Gesamtdurchmesser.

Augustus von Prima Porta

Diese Marmorstatue aus dem Jahr 20 v. Chr. markiert den Beginn der Kaiserzeit und setzt neue Maßstäbe für die offizielle Darstellung des Kaisers.

Stil und Ikonografie

  • Klassische Tradition: Die Statue orientiert sich an der griechischen Tradition, insbesondere an Polyklets Doryphoros.
  • Ästhetik: Augustus wird mit klassischen Proportionen, im Kontrapost und mit einem idealisierten Gesicht dargestellt.
  • Darstellung: Er erscheint in der Pose eines Redners vor den Truppen, mit ausgestrecktem Arm.
  • Polychromie: Die Kopie, die von Livia in Auftrag gegeben wurde, war ursprünglich farbig gefasst.
  • Kleidung: Der Kaiser trägt eine Tunika und einen Brustpanzer, der mit zahlreichen Reliefs verziert ist.

Die Gesichtszüge des Kaisers sind ein meisterhaftes Porträt, das eine beeindruckende psychologische Tiefe vermittelt.

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