Menschliche Siedlungen: Ländliche und städtische Räume

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Thema 3: Menschliche Siedlungen

Siedlungen stellen die Art und Weise dar, wie Menschen den Raum besiedeln. Es gibt verschiedene Typen: Die Land- und Stadtbevölkerung unterscheidet sich in ihren Abmessungen und Eigenschaften.

Ländliche Siedlungen

Ländliche Siedlungen umfassen kleine Dimensionen wie Dörfer und Weiler, in denen der primäre Wirtschaftssektor dominiert. Die städtische Bevölkerung besteht aus größeren Siedlungen (Städten), in denen der sekundäre und tertiäre Sektor (Industrie und Dienstleistungen) vorherrschen.

Faktoren der ländlichen Bevölkerung

  • Physische Faktoren: Vorhandensein von Wasser und Fruchtbarkeit des Bodens.
  • Menschliche Faktoren: Historische Umstände und die Nutzung natürlicher Ressourcen.

Arten der ländlichen Besiedlung

  • Verstreute Siedlung: Das Haus ist von Äckern, Wiesen und Wäldern umgeben und von anderen Häusern getrennt.
  • Konzentrierte Siedlung: Die Häuser sind vom Ackerland getrennt und bilden Dörfer oder Gemeinden.

Städtische Siedlungen

Quantitative Kriterien: Berücksichtigen die Einwohnerzahl, ab der ein Kern als Stadt gilt. Qualitative Kriterien: Definieren Städte durch Merkmale wie das Erscheinungsbild, eine hohe Bevölkerungs- und Gebäudedichte, private und gewerbliche Gebäude mit großer Höhe sowie die Vorherrschaft von Industrie und Dienstleistungen.

Historische Entwicklung der Städte

Vorindustrielle Städte waren klein und dienten als Handels- und Kulturzentren. Die ersten Städte entstanden in Mesopotamien an den Ufern von Tigris und Euphrat. In der klassischen Epoche breiteten sich Städte im Mittelmeerraum aus, oft mit regelmäßigen Grundrissen wie der griechischen Agora oder dem Forum Romanum.

Im Mittelalter entwickelten sich europäische christliche Städte durch den boomenden Handel, während auch muslimische Städte eine bemerkenswerte Entwicklung zeigten. Sie waren oft von Mauern umgeben und hatten unregelmäßige Grundrisse.

In der Neuzeit führte die Entdeckung neuer Gebiete zur Urbanisierung in Afrika und Amerika. Im 17. Jahrhundert verschönerten absolutistische Könige die Städte, und im 18. Jahrhundert verbesserten Monarchen die städtische Hygiene.

Die Industrielle Revolution (18. Jh.) hatte einen großen Einfluss: Städte wuchsen rasch durch die Ansiedlung moderner Industrien, die Bauern anzogen. Es entstanden neue Räume wie Arbeiterviertel und geplante Bürgerviertel mit großzügigen Wohnungen.

Stadtplanung und Struktur

Der Standort ist der Rahmen, auf dem die Stadt errichtet wurde. Die Lage beschreibt die Position der Stadt im Verhältnis zu ihrer geografischen Umgebung. Der Stadtplan ist die Gesamtheit der Freiflächen und bebauten Flächen.

Arten von Stadtplänen

  • Unregelmäßiger Plan: Ungeordnete, enge und gewundene Straßen, die chaotisch um einen zentralen Kern angeordnet sind.
  • Schachbrettplan (Rasterplan): Besteht aus geradlinigen Straßen, die sich im rechten Winkel schneiden.
  • Radiozentrischer Plan: Hat ein Zentrum, von dem Straßen radial ausgehen, während andere Ringe um das Zentrum bilden.

Städtische Nutzung und Funktionen

Die städtische Anlage beschreibt die Anordnung der Gebäude. Offene Bauweise: Gebäude sind durch Freiräume getrennt. Geschlossene Bauweise: Gebäude stehen dicht an dicht. Die Landnutzung variiert zwischen Wohn-, Industrie- und Dienstleistungsbereichen.

Das Stadtzentrum (CBD) ist der Bereich mit den wichtigsten kommerziellen Aktivitäten: Einkaufszentren, Finanzwesen, Büros. Merkmale sind hohe Zugänglichkeit, hohe Verkehrs- und Menschendichte am Tag, geringe Wohnbevölkerung sowie hohe Gebäude aufgrund hoher Grundstückspreise.

Wohngebiete: Historische Viertel bilden oft einen Gürtel um den Kern. Vorstädte oder Randgebiete umfassen neuere Wohn- und Industriegebiete.

Funktionen der Stadt

  • Politisch-militärisch: Regierung, Verwaltung und Verteidigung (Behörden, Kasernen).
  • Wirtschaftlich: Industrie und vor allem der Dienstleistungssektor (Banken, Handel).
  • Kulturell: Universitäten, religiöse Stätten, Freizeit und Tourismus.

Städtische Netzwerke und Hierarchien

Städte bilden Netzwerke aus Knotenpunkten. Kategorien:

  • Global Cities: Führen das internationale Netzwerk an. Sie sind Zentren der Weltpolitik und Weltwirtschaft mit globalem Einfluss.
  • Nationale Metropolen: Konzentrieren moderne Funktionen auf nationaler Ebene und dienen als Bindeglied zwischen nationalen und internationalen Netzwerken.
  • Regionale Metropolen: Haben weniger spezialisierte Funktionen und beeinflussen ihre jeweilige Region.
  • Kleine und mittlere Städte: Übernehmen Funktionen auf niedrigerer Ebene für ein subregionales Einzugsgebiet.

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