Merkmale und Klassifizierung verschiedener Tiergruppen

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Anneliden: Die segmentierten Würmer

Anneliden sind segmentierte Würmer. Ihr Körper ist in eine Reihe von Segmenten unterteilt, die sich für einen funktionellen Zusatz wiederholen. Sie besitzen ein echtes Coelom – einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum, in dem der Verdauungstrakt zwischen der Körperwand liegt. Sie verfügen über ein geschlossenes Kreislaufsystem, das Nährstoffe und Gase im gesamten Körper verteilt. Zudem besitzen sie Ausscheidungsorgane, die Nephridien genannt werden und die Funktion einer Niere übernehmen. Sie können sich sowohl asexuell als auch sexuell fortpflanzen.

Insekten: Fliegende Wirbellose

Insekten sind die einzigen Wirbellosen, die in der Lage sind zu fliegen. Ein Insekt besitzt ein Paar Antennen, drei Paare Beine und ein Paar Flügel. Die meisten haben Facettenaugen, die über mehrere Lichtdetektoren verfügen. Das Insekt durchläuft eine Metamorphose, die eine radikale Veränderung der Form vom Jugend- bis zum Erwachsenenstadium beinhaltet.

Kopffüßer (Cephalopoden)

Die Gruppe der Kopffüßer umfasst Kraken, Nautilusse, Tintenfische und Kalmare. Ihr Fuß hat sich zu Tentakeln entwickelt, welche dazu dienen, Beute zu suchen und festzuhalten. Ihr Sehvermögen konkurriert mit dem anderer Wesen. Im Gegensatz zu Muscheln ist das Auge der Kopffüßer viel weiter entwickelt als das des Menschen. Sie bewegen sich mittels Jet-Antrieb fort und können violette Tinte ausstoßen.

Stachelhäuter: Echinodermen

Der Name „Stachelhäuter“ bezieht sich auf die Dornen, Stacheln und Grate; diese sind eigentlich Erweiterungen eines Endoskeletts. Die bilaterale Symmetrie zeigt sich nur bei Embryonen und Larven; erwachsene Echinodermen sind hingegen radiärsymmetrisch. Echinodermen bewegen sich auf winzigen Ambulakralfüßchen (Röhrenfüßen) fort – zylindrische Vorsprünge, die sich von der Unterseite des Körpers erstrecken und Saugkraft nutzen. Sie besitzen ein wassergefülltes Gefäßsystem, das an Fortbewegung, Atmung und Nahrungsaufnahme beteiligt ist.

Allgemeine Merkmale multizellulärer Tiere

Multizelluläre Tiere gewinnen ihre Energie durch den Verzehr anderer Organismen, das heißt, sie sind heterotroph. Fast alle sind zur sexuellen Reproduktion fähig. Ihre Zellen besitzen keine Zellwand. Tiere sind mobil und können sich während bestimmter Stadien ihres Lebens fortbewegen.

Reptilien: Anpassung an das Landleben

Die harte und schuppige Haut der Reptilien verhindert Wasserverlust und schützt den Körper. Es findet eine innere Befruchtung statt, bei der das Männchen Spermien im Inneren des weiblichen Körpers ablegt. Die Fruchtwassereier mit Schale können im Sand oder in der Erde vergraben werden, fernab von Wasser und Raubtieren. Die Schale verhindert das Austrocknen, während die innere Membran, das Amnion, den Embryo in einem wässrigen Medium umgibt, das das Tier für seine Entwicklung benötigt. Die Lungen der Reptilien sind effizienter, sodass die Haut nicht mehr als Atmungsorgan benötigt wird. Das Herz mit drei Kammern wurde modifiziert, um eine bessere Trennung von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut zu ermöglichen. Das Skelett der Gliedmaßen entwickelte Eigenschaften, um das Gewicht besser zu stützen und die Effizienz der Bewegungen an Land zu steigern.

Säugetiere: Hochentwickelte Wirbeltiere

Säugetiere besitzen ein Herz mit vier Kammern, was die Sauerstoffmenge im Gewebe erhöht. Ihre Gliedmaßen sind für Schnelligkeit und Wendigkeit ausgelegt. Weibliche Säugetiere produzieren Milch in Milchdrüsen, um ihren Nachwuchs zu stillen. Das Nervensystem ist hoch entwickelt, was eine erfolgreiche Verhaltensanpassung an Umweltveränderungen ermöglicht. Das Gehirn ist besonders ausgeprägt, was Säugetieren Neugier und eine beispiellose Lernfähigkeit verleiht. Durch ihr hoch entwickeltes Gehirn können sie ihr Verhalten flexibel anpassen.

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