Merkmale der Romantik: Literatur, Autoren und Theater

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Merkmale der Romantik

Die Romantik zeichnet sich durch neue Themen aus: die Darstellung extremer Situationen, Pessimismus, die Liebe als absolute Leidenschaft, die Reflexion menschlicher Gefühle in der Natur, die Verklärung der Vergangenheit sowie das Interesse am Exotischen und Malerischen.

Stilmittel und literarische Formen

  • Mischung aus Poesie und Prosa: Verwendung von Versen mit unterschiedlicher Silbenanzahl.
  • Sprachliche Vielfalt: Kombination von literarischer Sprache mit umgangssprachlichen Ausdrücken.
  • Genre-Mix: Verbindung von Lyrik und erzählenden Passagen mit theatralischen Elementen.
  • Bruch mit dem Klassizismus: Theaterstücke, welche die klassischen Regeln brechen und nationale Themen oder historische Legenden behandeln.
  • Historismus in der Prosa: Entstehung zahlreicher historischer Romane.
  • Sittenbilder (Costumbrismo): Kurze Texte, die oft in Zeitungen veröffentlicht wurden und Szenen des täglichen Lebens widerspiegeln.

Bedeutende Autoren der Epoche

Mariano José de Larra

Geboren 1809 in Madrid und wohnhaft in Frankreich, verstarb er im Jahr 1836 (Suizid). Larra war vor allem als Journalist tätig. In seinen Artikeln, die er mit dem Pseudonym Figaro unterzeichnete, kritisierte er bestimmte Aspekte der spanischen Wirklichkeit seiner Zeit aus einer liberalen Perspektive. Bekannte Werke sind: "Vuelva usted mañana" (Kommen Sie morgen wieder) und "En este país" (In diesem Land).

José de Espronceda

Geboren 1808 in Almendralejo, gestorben 1842 in Madrid. Er war ein Dichter, der von seinen Zeitgenossen zutiefst bewundert wurde. Die Rebellion gegen die Welt und die moralische Ordnung, die Leidenschaft sowie seine Überzeugung, dass Dichtung eine politische Waffe sei, machen ihn zu einem Paradebeispiel des liberalen Romantikers. Zu seinen Werken zählen: "El estudiante de Salamanca" (Der Student von Salamanca), "El diablo mundo" (Die Teufelswelt), "A la muerte" (An den Tod), "El mendigo" (Der Bettler) und die "Canción del pirata" (Das Lied des Piraten).

Das romantische Theater

Das romantische Theater feierte große Triumphe mit dem Debüt von "Don Álvaro o la fuerza del sino" (Don Alvaro oder die Macht des Schicksals) vom Herzog von Rivas im Jahr 1835. Das Werk verbindet Prosa und Lyrik und mischt Sittenbilder mit heftigen, leidenschaftlichen Szenen. Es enthält Ruinen, Stürme und Todesherausforderungen – allesamt Elemente des typisch romantischen Geschmacks.

Merkmale des Theaters in dieser Ära

  • Struktur: Einteilung der Werke in drei, vier oder fünf Akte.
  • Polymetrie: In der Regel in Versen mit unterschiedlicher Silbenanzahl geschrieben.
  • Stilbruch: Ablehnung der strikten Trennung von Tragik und Komik.
  • Atmosphäre: Vorliebe für nächtliche Szenen und düstere Schauplätze.
  • Stoffwahl: Interesse an historischen Stoffen und Klassikern.
  • Charaktere: Präsenz von Figuren, die durch ein seltsames und einzigartiges Schicksal (Destination) gezeichnet sind.

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