Merkmale und Strukturen des modernen Außenhandels
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Merkmale des derzeitigen Außenhandels
Der Außenhandel zeichnet sich durch eine weltweite Expansion und stetiges Wachstum aus. Er wird durch die internationale Arbeitsteilung, die ungleiche Verteilung von Ressourcen sowie die Notwendigkeit erklärt, Waren und Dienstleistungen auf dem internationalen Markt zu beziehen.
Es wurden Handelsblöcke gebildet, innerhalb derer Zölle abgebaut wurden. Ziel ist die Förderung des Handels und eine stärkere Verhandlungsposition im Welthandel.
Handelsbeziehungen
- Protektionismus: Schaffung von Zöllen oder Grenzabgaben, um inländische Produkte vor ausländischer Konkurrenz zu schützen.
- Freihandel: Wegfall von Gebühren.
- Gemischte Systeme: Keine Zölle innerhalb eines gemeinsamen Blocks, jedoch Zölle gegenüber Ländern außerhalb des Blocks.
Internationale Organisationen wurden zur Erleichterung des Handels geschaffen. Die wichtigste ist die WTO, die den Abbau von Zöllen fördert, als Schiedsrichter bei Streitigkeiten fungiert und unlautere Handelspraktiken verfolgt.
Gehandelte Waren
Die Menge der gehandelten Waren wächst kontinuierlich. Die wichtigsten Güter sind:
- Verarbeitende Industrie (Maschinen, Fahrzeuge, Autos und Textilien) mit 70 % des Gesamtwertes
- Chemikalien
- Brennstoffe
- Lebensmittel und Mineralien
Die Bereiche des Außenhandels
Die Länder der Welt beteiligen sich in unterschiedlichem Maße am internationalen Handel.
Hauptakteure
Die EU, die USA und Japan sind die wichtigsten Handelszentren der Erde. Sie tauschen untereinander Industriegüter, Technologie und Kapital aus. Sie kaufen Rohstoffe und Energie von Entwicklungsländern und exportieren im Gegenzug Fertigwaren und Technologien. Auf sie entfallen 57 % der Ausfuhren und 62 % der weltweiten Einfuhren.
Weitere Handelsregionen
Der Rest der Welt hat einen kleineren Anteil am Welthandel und exportiert primär Rohstoffe und Energie, während Fertigprodukte importiert werden.
- Naher Osten: Bedeutender Handel durch Ölexporte.
- China, Indien und neue Industrieländer: Exportieren günstige Produkte in entwickelte Länder und belegen den zweiten Platz bei den Weltexporten.
- Transformationsländer: Länder wie Russland und osteuropäische Staaten sowie Entwicklungsländer in Mittel- und Südamerika befinden sich in einer wirtschaftlichen Umstrukturierung.
- Ozeanien: Geringere Beteiligung aufgrund geographischer Isolation.
- Afrika: Die geringste Beteiligung am Welthandel mit einem Anteil von nur 2 % am internationalen Warenverkehr, bedingt durch weit verbreitete Armut.