Merkmale der Wissenschaft und Klassische Konditionierung
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Merkmale der Wissenschaften
Die von den Wissenschaften untersuchten Merkmale lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Phänomene der physischen Welt: Sie befassen sich mit Phänomenen, die in der physischen Welt auftreten.
- Allgemeine Annahmen:
- Determiniertheit: Es wird angenommen, dass die Welt, als Objekt der Untersuchung der einzelnen Disziplinen, einer Ordnung unterliegt. Natürliche Phänomene stehen in einer bestimmten und stabilen Beziehung zueinander.
- Begrenzte Außenwelt: Nicht alles steht mit allem im Zusammenhang. Es wird davon ausgegangen, dass es eine begrenzte Anzahl relevanter Variablen gibt, auf welche die wissenschaftliche Methode angewendet werden kann.
- Allgemeine Ziele:
- Objektbeschreibung: Dies ist eine Vorstufe der Forschung. Das Phänomen, das man beobachten und studieren möchte, wird erfasst, um eine angemessene Beschreibung davon zu erstellen.
- Erläuterndes Ziel: Es sollen die funktionalen Beziehungen zwischen Phänomenen und Gesetzmäßigkeiten aufgezeigt werden.
- Wissenschaftliche Methode: Die Anwendung der gleichen Methode dient dazu, die vorgeschlagenen Ziele zu erreichen. Das ultimative Ziel ist es, durch die Methode empirische wissenschaftliche Beweise zu liefern, die überprüfbar sind.
Klassische Konditionierung
Um das Konzept der klassischen Konditionierung zu verstehen, ist der Begriff des Reflexes zentral. Ein Reflex ist eine Kombination aus zwei Faktoren: Stimulus (S) und Reaktion (R).
Iwan Pawlow untersuchte in seinem Labor die Prozesse der Verdauung. Bei einem Hund gelang es ihm, einen einfachen Reflex nachzuweisen: Futter – Speichelfluss. Pawlow bemerkte, dass das Zeigen von Hundefutter ausnahmslos Speichelfluss auslöste. Durch die mehrfache Arbeit mit demselben Hund bemerkte er, dass dieser manchmal bereits vor der Präsentation des Futters speichelte.
Er widmete seine Bemühungen der Suche nach den Ursachen für das Auftreten von Speichel bei neutralen Reizen. Er ließ unmittelbar vor der Futtergabe eine Glocke läuten. Nach mehrfacher Wiederholung dieses Prozesses stellte er fest, dass der Speichelfluss bereits zum Zeitpunkt des Glockensignals auftrat – also vor der eigentlichen Futtergabe. Der Speichelfluss trat beim Tier nun nicht mehr erst nach dem Fressen auf. Es hatte eine Konditionierung stattgefunden. Pawlow konditionierte die Hunde so, dass sie Speichel produzierten, selbst wenn andere Reize wie eine leichte Berührung oder der Anblick eines Kreises dargeboten wurden.