Meteorologie und Kommunikation in der Schifffahrt

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Meteorologie

Bedeutung des Wetters und Luftdruck

Die Bedeutung des Wetters für die Sicherheit der Schifffahrt ist essenziell, da meteorologische Bedingungen unmittelbar Wind und Seegang beeinflussen. Dies birgt Risiken für das Schiff und die Mannschaft, sofern keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden. Es ist daher erforderlich, vor dem Auslaufen Informationen über das Wetter zu sammeln.

Definition des Luftdrucks: Das Gewicht der Luft über der Erde als Folge der Anziehungskraft auf die umgebende Luftmasse. Druck ist eine grundlegende Variable für die Wettervorhersage.

Messung des atmosphärischen Drucks: Atmosphärendruck wird in der Regel in Millimetern, Zentimetern oder Millibar gemessen.

  • Luftdruck auf Meereshöhe: Normaldruck = 760 mm = 1013,2 Millibar = 1 Atmosphäre.
  • Barometer: Instrument zur Messung des Luftdrucks. Es gibt Quecksilberbarometer (nicht für die Schifffahrt geeignet) und Aneroidbarometer (basieren auf der Expansion von leeren Kapseln).

Messung mit dem Aneroidbarometer: Das Barometer besteht aus einer Kapsel, einem Verstärkermechanismus und einer Anzeigeskala.

Konvertierung:

  • 1 mm = 1,33 mbar = 0,039"
  • 1 Millibar = 0,75 mm = 0,029"
  • 1" = 25,4 mm = 33,86 Millibar

Barograph: Ein Aneroidbarometer mit einer Feder, die Druckschwankungen auf einem rotierenden Zylinder aufzeichnet.

Isobaren, Depressionen und Antizyklonen

Isobaren: Linien gleichen Luftdrucks auf Wetterkarten, meist im Abstand von 4 Millibar gezeichnet.

Böen (Depressionen): Zentren mit niedrigem Druck, in Karten mit „B“ gekennzeichnet. Sie sind meist mobil und bringen Bewölkung sowie Niederschläge.

Antizyklonen: Zentren mit hohem Druck, in Karten mit „A“ gekennzeichnet. Sie können fest oder beweglich sein.

Wind und Verkehr (Nördliche Hemisphäre):

  • Wirbelsturm: Wind zirkuliert im Uhrzeigersinn und zentrifugal.
  • Sturm: Wind zirkuliert gegen den Uhrzeigersinn und zentripetal.

Buys-Ballot-Gesetz: Eine praktische Methode zur Lokalisierung von Tiefdruckgebieten. Mit dem Rücken zum Wind liegt das Tiefdruckzentrum zwischen 90° und 135° im Uhrzeigersinn (auf der Nordhalbkugel).

Wind

Wind ist bewegte Luft, die durch Druckunterschiede entsteht. Luft strömt von Hochdruckgebieten zu Tiefdruckgebieten.

  • Wahrer Wind: Wind bei gestopptem Schiff.
  • Scheinbarer Wind: Resultierende aus wahrem Wind und Fahrtwind des Bootes.
  • Begriffe: Rolar (Richtungsänderung), Kontrast (plötzliche Richtungsänderung), Caer (abnehmende Stärke), Refresh (zunehmende Stärke), Spitzen (kurze Zunahme), Calmar (Abnahme von Wind und See).

Küstenbrisen

Schwache lokale Winde durch thermische Unterschiede zwischen Land und Meer.

  • Terral: Nachts weht der Wind vom Land zum Meer.
  • Virazón: Tagsüber weht der Wind vom Meer an Land.

Messung von Wind

Die Beaufort-Skala dient der internationalen Messung der Windstärke (Grad 0 bis 12).

Instrumente:

  • Anemometer: Misst die Windgeschwindigkeit.
  • Wetterfahne: Zeigt die Windrichtung an.
  • Wimpel (Burgee/Grimpolón): Einfache Stoffvorrichtungen zur Windrichtungsanzeige.

Seegang

Die Douglas-Skala misst den Seegang (Grad 0 bis 9). Der Zustand der See hängt von Intensität, Persistenz und Fetch (Windstrecke) ab.

Temperatur

Temperatur wird durch Konvektion und Advektion verteilt. Isothermen verbinden Orte gleicher Temperatur. Die Messung erfolgt meist über Quecksilberthermometer in Celsius oder Fahrenheit.

Wetterberichte

Wetterinformationen sind über VHF (Kanal 16), Telefon (Teletiempo) oder Internet verfügbar. Die Beobachtung von Barometer und Thermometer an Bord hilft bei der kurzfristigen Einschätzung der Wetterentwicklung.

Kommunikation

Definitionen

Telekommunikation umfasst die Übertragung von Signalen, Sprache oder Daten. Wichtige Begriffe sind Funkwellen, VHF (30–300 MHz), Simplex- und Duplex-Verbindungen. Die Kommunikation muss kurz, klar und diszipliniert erfolgen.

Disziplin bei der Nutzung von Funk

Unnötige Übertragungen, falsche Identifizierungen oder Störungen sind verboten. Jede Station muss sich eindeutig identifizieren.

Verfahren

Der Anruf erfolgt auf Kanal 16 (VHF) oder 2182 kHz. Nach dem Anruf wird auf einen Arbeitskanal gewechselt. Die Kommunikation endet mit dem Wort „Fertig“.

Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsstandards

  • Notfall (MAYDAY): Unmittelbare Gefahr für Schiff oder Besatzung.
  • Dringlichkeit (PAN PAN): Wichtige Nachricht zur Sicherheit.
  • Sicherheit (SECURITE): Wichtige Information für die Schifffahrt.

Spezielle Dienste

Dazu gehören der Radio-Arzt, Nachrichten an Seefahrer, Wetterberichte und Funkkonferenzen.

Pflichten

Die Ausrüstung muss den Vorschriften der Generaldirektion der Handelsmarine entsprechen und zugelassen sein.

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