Methoden der Sozialen Arbeit: Mediation, Beratung & Hausbesuche
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Herausforderungen und soziale Schwierigkeiten
Schwierigkeiten bei der Lebensqualität: Die Erfüllung der Bedürfnisse in verschiedenen Bereichen (Lebensmittel, Wohnen, Beschäftigung, Bildung, Freizeit, soziale Sicherheit).
Schwierigkeiten bei familiären Beziehungen: Beziehungen zwischen verschiedenen Individuen sowie Konflikte und Krisen, die sich aus dem gemeinsamen Leben ergeben.
- Konflikte eines Paares
- Eltern-Kind-Beziehungen: Reaktion auf eigene Entwicklungsstadien
- Solidarität zwischen den Generationen: Die Betreuung von pflegebedürftigen Mitgliedern sowie neue familiäre Verpflichtungen
Schwierigkeiten hinsichtlich der Identität: Koexistenz von Kindern aus verschiedenen Partnerschaften, Handlungsbedarf, kulturelle Entwurzelung und Migration (kulturelle Veränderungen).
Extreme Situationen: Plötzliche Veränderungen der Lebensbedingungen verursachen Ungleichgewichte und behindern die Entwicklung des Lebensqualitätsprojekts. Durch das plötzliche Verschwinden eines Mitglieds kann die Familie unter einer starken Desorganisation leiden und sogar spezialisierte professionelle Hilfe benötigen.
Situationen mit sozialem Risiko: Teenager-Schwangerschaften, alleinerziehende Mütter mit Großfamilien, für Enkelkinder verantwortliche Großeltern, straffällige Kinder (im Konflikt mit dem Gesetz), Einwanderer und Obdachlose.
Entrechtung, Gewalt und sexuelle Übergriffe (häusliche Gewalt)
Mediation in der sozialen Arbeit
Mediation: Eine fachliche und nicht-direktive Intervention, um zu Vereinbarungen zu gelangen. Daher müssen Kommunikationskanäle geschaffen werden, um einen Konsens und Vereinbarungen zu erleichtern sowie Entscheidungen über den Betrieb oder die familiäre Verantwortung zu treffen. Der Dialog zwischen den Parteien dient dabei als wichtigstes Instrument.
Die Merkmale dieser Technik sind:
- Prozesszeit: Die Dauer ist vom Einzelfall abhängig.
- Neutralität: Die Vermittlung muss neutral und unparteiisch sein, sofern sie nicht gegen die Rechte einer Partei verstößt.
- Vertraulichkeit: Der Prozess muss absolut vertraulich behandelt werden.
- Freiwilligkeit: Die Teilnahme ist immer freiwillig und hängt von den handelnden Parteien oder der Aussetzung der Mediation ab.
Stufen der Mediation
- Einbeziehung der Parteien: Einbindung der Parteien in die Mediation, wobei beide den Prozess akzeptieren müssen.
- Erläuterung: Erklärung der Ziele und der zu folgenden Schritte.
- Einigung der Beteiligten: Es sollte nachgefragt und zugehört werden, um sich auf die konkreten Probleme zu konzentrieren.
- Informationsbeschaffung: Einholung von Informationen von den Parteien. Es ist wichtig, nicht nur Meinungen zu äußern, sondern auch Gefühle und Emotionen zuzulassen.
- Exploration: Erforschung der Bedürfnisse und Möglichkeiten der Parteien.
Phasen des Interviews
- Kontakt- und Vorstellungsphase: Erste Annäherung an das, was wir tun; erleichtert die Einbindung der Nutzer und schafft ein angenehmes Klima.
- Entwicklungsphase: Sie setzt ein, wenn die Intervention dargestellt und geplant wird. Hierbei werden die zu erreichenden Ziele festgelegt und an ihnen gearbeitet.
- Abschluss- und Auswertungsphase: Rückblick auf das Besprochene, Klärung von Zweifeln und Abgrenzung der Verpflichtungen beider Parteien.
Es ist wünschenswert, dass die Sitzungen eine halbe bis eine Stunde dauern.
Entwurf eines Interviews
- Grund des Interviews
- Identifikation des Befragten
- Datum, Ort und Dauer
- Geordnete Fragen
Bei strukturierten Interviews sollte die genaue Formulierung der Fragen festgelegt werden.
Unterstützung und Beratung
Mit dieser Technik können wir folgende Aspekte der Arbeit unterstützen:
- Selbsterkenntnis
- Mehr Vertrauen und Sicherheit
- Reduktion von Ängsten
- Vorbereitung auf Veränderungen
- Anpassung an eine neue Situation
- Korrektur von Fehleinschätzungen
- Mobilisierung persönlicher Ressourcen
Drei Arten der Beratung
- Direktive Beratung: Direkte Fragen zur Identifizierung und Untersuchung der Situation oder des Problems.
- Nicht-direktive Beratung: Konzentration auf die Person im Kontext des Problems.
- Eklektische Beratung: Eine Kombination aus beiden Ansätzen.
Der Hausbesuch in der sozialen Arbeit
Die wichtigsten Indikatoren sind:
- Bewohner des Hauses
- Haushaltsführung
- Wohnverhältnisse
- Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern
- Erfüllung der Bedürfnisse der Mitglieder
Die Beobachtungen sollten kurz und diskret sein; Fachkräfte raten dazu, eine halbe Stunde nicht zu überschreiten. Es ist ratsam, Angebote der Nutzer (wie Bewirtung) eher nicht anzunehmen, es sei denn, diese fühlen sich dadurch wohler. Die Besuche sollten im Interesse der Nutzer und nach vorheriger Vereinbarung stattfinden.