Methodik und Didaktik im Unterricht

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Definition und Vergleich: Methode, Technik und Verfahren

Die Lehrmethode ist die rationale und praktische Organisation von Medien, Lehrtechniken und Verfahren zur direkten Förderung des Lernerfolgs der Schüler im Hinblick auf die gewünschten Ergebnisse. Sie besteht darin, innerhalb eines Verfahrens geordnet Wissen zu vermitteln oder Personen auszubilden. Sie folgt dabei einer bestimmten Reihenfolge und einer Reihe von Regeln.

Die methodische Technik besteht darin, konkrete Wege zur Umsetzung einer bestimmten Unterrichtsmethode zu finden. Es sind Instrumente, die im Verlauf der jeweiligen Methode genutzt werden können. Die Methode ist dabei breiter gefasst als die Technik.

Das Verfahren besteht aus einer Reihe von Schritten, die auf die Erreichung eines Ziels ausgerichtet sind. Es beschreibt die Art und Weise der tatsächlichen Durchführung einer Tätigkeit und ist der spezifische Pfad bei der Implementierung einer Methode.

Individualisierung und individualisierter Unterricht

Das Prinzip der Individuation betrachtet das Individuum als einzigartige und ganzheitliche Einheit in der Bildung, wobei sowohl das individuelle als auch das soziale Wohlbefinden an die Merkmale des Einzelnen angepasst werden.

Individualisierte Lehrmethoden gehen davon aus, dass es quantitative (im Grad) und qualitative (im Modus) Unterschiede zwischen Individuen bei der Entwicklung geistiger Fähigkeiten gibt. Dies erfordert eine Individualpsychologie, die einen differenzierten Unterricht fordert, bei dem das Kind vor allem durch seine persönlichen Erfahrungen lernt.

Der individualisierte Plan enthält alle Mindestanforderungen des Programms (instrumentelle und soziale Aspekte), während die Sozialisation mit kreativen Aktivitäten verknüpft ist. Für einen perfekten individualisierten Unterricht gilt:

  • Das normale Lerntempo für jeden Tagesordnungspunkt wird durch sorgfältige experimentelle Forschung ermittelt.
  • Die Anforderungen an die Studenten unterscheiden sich je nach geistigem Alter.

Es ist nicht notwendig, Klassen zu ändern; jeder Schüler bewegt sich schrittweise durch die Teile des Programms mit reichhaltigen Materialien. Bekannte Systeme sind: Dalton-Plan, Winnetka-System, Arbeitssysteme sowie Skinner- und Crowder-Systeme.

Sozialisation und vergesellschaftete Erziehung

Diese Methoden basieren primär auf sozialer Integration, der Entwicklung von Gruppenarbeitsfähigkeiten und dem Gemeinschaftssinn. Sie sind Teil der New School-Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts und stellen einen Umbau der traditionellen Schule dar.

Der Lehrer betrachtet Wissen nicht als etwas Starres, sondern als etwas Funktionelles und Dynamisches. Feste Unterrichtsfächer und deren starre Einstufung werden aufgebrochen. Die Schule wird zu einem Umfeld, in dem gehandelt wird – Sprechen, Schreiben, Zählen, Messen und Berechnen werden in praktische Tätigkeiten integriert.

Es gibt keinen festen Zeitplan für jedes Wissensgebiet, sondern ein Klima der Aktivität, in dem der Professor eher als Leitfaden denn als Lehrer fungiert. Der Zusammenhalt der Gruppe wird durch die von der Gruppe selbst organisierten Möbel und Dokumentationsmaterialien gestärkt.

Methoden wie das Freinet-System, das Projekt-Verfahren sowie die Methoden von Cousinet und Kilpatrick nutzen die Vorteile aktiver Gruppenarbeit. Der Lehrer sollte dabei jedoch die Unbeständigkeit und den Wankelmut der Schüler überwachen.

Globalisierung und Globaler Unterricht

Die Globalisierung in der Bildung entstand im frühen 20. Jahrhundert im Rahmen der New School-Bewegung aus der Sorge um die Interessen des Kindes. Heute ist sie Teil einer breiteren interdisziplinären Bewegung. Wir können sagen, dass die Globalisierung eine interdisziplinäre Anwendung für die Grundbildung ist.

Damit Globalisierung funktioniert, muss ein Interesse vorhanden sein. Ein Interesse entsteht, wenn das Kind eine Notwendigkeit oder Tendenz zu etwas verspürt. Statt der Integration des Programms durch isolierte Kurse und Lektionen orientiert sich der Unterricht an zwei Interessenpunkten:

  • Das Kind und seine Bedürfnisse.
  • Das Kind und sein Umfeld.

Durch diese Zentren des Interesses studiert das Kind alle benötigten „Subjekte“, unabhängig von den klassischen Fachgrenzen. Die Globalisierung wird dadurch verstärkt, dass beide Arten von Interessen verknüpft werden. Jeder Schwerpunkt wird in drei Stufen entwickelt:

  • Observation
  • Association
  • Expression

Die Methode, die in diesem globalisierten Bildungssystem „Centres of Interest“ (Interessenzentren) entwickelt, ist die Decroly-Methode.

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