Methodik und Hypothesenbildung in der Forschung

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Die Rolle der Hypothese in der Forschung

Die Hypothese dient als Leitfaden für die Forschung. Auch wenn es schwierig ist, Hypothesen in Studien zu formulieren, die als rein beschreibend gelten, führt uns die Einführung zu neuen Fragestellungen. Die Szenarien, die uns direkt zu den Variablen führen, müssen während der Entwicklung und Operationalisierung der Forschung berücksichtigt werden. Dies führt uns zu der Frage: Was wird von der sozialen Realität erfasst, bevor eine Antwort definiert wird?

Streng genommen ist eine Hypothese nur eine Aussage über die Beziehung zwischen zwei Variablen. Zum Beispiel: „Die heutige Jugend verhält sich im Vergleich zu früheren Generationen in Bezug auf X anders.“

Die Methodik des Forschungsprojekts

Die Definition des Forschungszwecks macht das Projekt zu einem untersuchungswürdigen Objekt. Ein wesentlicher Teil des Projekts ist die methodische Begründung der Mittel, die dem Forscher zur Verfügung stehen, ausgehend von den Erfahrungen der Forscher oder Teams.

Methodische Begründung

Sie ergänzt die Abgrenzung des Forschungsobjekts. Ziel ist es, die quantitative oder qualitative Perspektive (oder deren Kombination) zu rechtfertigen, um den Untersuchungsgegenstand präzise zu erfassen. Die wichtigsten Fragen, die beantwortet werden müssen, sind:

  • Warum wurde die quantitativ-qualitative Perspektive gewählt?
  • Warum werden beide Ansätze gegebenenfalls miteinander artikuliert?
  • Warum entscheidet man sich für eine ethische Erklärung durch den Forscher (Etic) oder eine Erklärung des Verhaltens aus der Perspektive der untersuchten Personen (Emic)?

Zudem können die Grenzen der Vorausschau für die Zwecke der Forschung sowie die Grenzen der nicht gewählten Perspektive aufgezeigt werden. Jede Perspektive ist lediglich eine Annäherung an die soziale Wirklichkeit.

Methodische Sensibilisierung

Die Entwicklung dieses Abschnitts erfordert eine gewisse methodische Sensibilität des Forschers:

  • Quantitative Perspektive: Relevant bei der Untersuchung von Fakten oder faktischen Meinungen. Sie erfasst nicht die individuelle Erklärung, sondern das Verhalten von Individuen, vermittelt durch deren Ansichten und Überzeugungen.
  • Qualitative Perspektive: Relevant bei der Untersuchung von Motivationen und Vorstellungen. Das Hauptziel ist es, die Bedeutung durch die Sprache der Menschen aufzuzeigen.

Es gibt komplexe Forschungsgegenstände, die beide Perspektiven erfordern. Die Angemessenheit eines methodischen Ansatzes muss stets begründet werden, da prinzipiell jedes Thema aus beiden Blickwinkeln untersucht werden kann.

Spezifische Ziele

Wenn ein Projekt darauf abzielt, ein wichtiges soziales Problem zu lösen, bringt uns der empirische Ansatz in Kontakt mit verschiedenen Dimensionen der sozialen Realität. Das Ziel ist es hier, die Hauptfrage in kleinere, konzeptionell beantwortbare Fragen zu unterteilen.

Die Ziele werden in Unterziele und sekundäre Ziele konkretisiert. Dieser Prozess kann theoretisch unendlich sein; entscheidend ist die Festlegung, welche Fragen für die Studie relevant sind. Die Ziele identifizieren die wichtigen Punkte, die eine Untersuchung rechtfertigen, insbesondere aus operativer Sicht. Sie sollten für potenzielle Institutionen und Begünstigte der Forschung von Interesse sein.

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