Migration und indigene Völker in Argentinien
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Illegale Einwanderung und Amnestien
Als rechtswidrige oder undokumentierte Migranten werden Personen bezeichnet, die nicht alle gesetzlichen Anforderungen für die Zulassung oder den Aufenthalt erfüllt haben. Diese Form der Migration hat in allen Regionen der Welt an Bedeutung gewonnen. Im Zusammenhang mit der Verringerung der Möglichkeiten für eine dauerhafte Zuwanderung haben zudem die Beschränkungen der Arbeitsmigration zugenommen.
Verschiedene internationale Dokumente ordnen das Problem der illegalen Einwanderung den zentralen politischen und arbeitsrechtlichen Anliegen zu, da sie die Arbeiterbewegung direkt betreffen. Die internationale Zuwanderung ist oft problematisch: Die betroffenen Personen sind Missbrauch durch Arbeitgeber ausgesetzt und müssen diskriminierende Haltungen ertragen. Dies stellt eine Form der sozialen Ausgrenzung dar.
Regularisierung durch Amnestie-Dekrete
Eine große Zahl von Einwanderern ohne Papiere aus den Nachbarländern regularisierte ihre Situation in Argentinien durch Begnadigungen oder Amnestie-Dekrete. Diese wurden mit minimalen Anforderungen an die Dokumentation umgesetzt. Oft musste auf die Gewährung dieser Begnadigungen zurückgegriffen werden, um den rechtlichen Status zu klären.
Ausländer gelangen über die weitläufigen Grenzen ins Land, verbleiben jedoch oft illegal länger als zulässig, ohne eine offizielle Arbeitserlaubnis zu besitzen. Diese Methode wird als illegaler Aufenthalt bezeichnet und häufig durch die Einreise mit einem falschen Touristenstatus verursacht. Dabei wird bezahlte Arbeit verrichtet, als ob dies rechtmäßig wäre. Solche Verstöße führen zu Sanktionen nach dem Gesetz, wie der verpflichtenden Regulierung oder der sofortigen Ausweisung aus dem Land.
Die Analyse und der Vergleich der Anmeldungen bei der nationalen Migrationsbehörde zeigen deutlich die hohe Zahl der illegalen Aufenthalte in Argentinien. Die Anzahl der Ausländer, welche die Vorteile der Amnestie-Dekrete in Anspruch nahmen, übertraf die Aufzeichnungen der üblichen Antragswege bei weitem.
Indigene Völker: Geschichte und Anerkennung
Aborigines: Durch die Besetzung ihres Landes wurden die isolierten Völker des Gebiets oft vergessen und ihre Gemeinschaften verleugnet. Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts galt Argentinien offiziell als ein Land ohne einheimische Bevölkerung. Trotz dieses Versäumnisses in den Volkszählungen hielten viele indigene Gruppen ihre Kultur in verschiedenen Teilen des Landes lebendig:
- Matacos (Wichí) und Tobas (Qom) im Chaco, Formosa und Salta.
- Coyas im Nordwesten.
- Guaraní-Missionen.
- Mapuche in Neuquén und Río Negro.
Gesetzliche Rechte und aktuelle Herausforderungen
Mit der Reform der nationalen Verfassung im Jahr 1994 wurden in Artikel 75 die Rechte der indigenen Völker verankert. Das Gesetz 24.956 begründete zudem die Inklusion der indigenen Völker in die Volkszählung. Dadurch wurden wichtige Informationen über Sprachen, Merkmale, Bildung und Gesundheit gewonnen.
Bei der Volkszählung 2001 wurden landesweit fast 290.000 Haushalte identifiziert, in denen mindestens eine Person einer indigenen Gruppe angehörte. Dies entspricht einer geschätzten Existenz von annähernd 1.000.000 Menschen auf indigenem Land. Die Gemeinschaften der Ureinwohner wurden jedoch oft von ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten verdrängt. Durch staatliche Maßnahmen auf nationaler oder provinzieller Ebene ist es oft nur möglich, indigene Gebiete als sogenannte "Indianerreservate" (Indian Reservation) zu erhalten. Dort bewahren die Menschen ihren traditionellen Lebensstil wie Jagen, Sammeln, Viehzucht, Landwirtschaft und Handwerk.
Ein weiteres kritisches Problem ist der Verlust der einheimischen Sprachen. Der Gebrauch reduziert sich zunehmend auf die familiäre Ebene, wodurch junge Menschen immer weniger Zugang zur Kultur ihres Volkes haben.