Miguel Hernández: Leben, Werk und poetischer Stil

Eingeordnet in Spanisch

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,76 KB

Entwicklung und Einordnung der Poesie

Die Karriere von Miguel Hernández bildet eine Brücke zwischen zwei Epochen der spanischen Lyrik. Aufgrund seiner Frühreife und persönlicher Kontakte wird er mit der Generation von 27 in Verbindung gebracht, während sein Alter und die Leitlinien seines Werks ihn der Generation von 36 zuordnen. Sein menschliches und poetisches Engagement macht ihn zudem zu einem Vorbild für die sozialen Dichter der Nachkriegszeit.

Die drei Phasen seines Schaffens

  • Reine Poesie: Beeinflusst durch Góngora und Juan Ramón Jiménez, zeigt sich hier eine antisentimentale Haltung.
  • Menschliche Poesie: Mit Werken wie „Der Blitz, der nie aufhört“ rückt das Leben in den Mittelpunkt. Es ist eine zutiefst menschliche Lyrik, die Themen wie Liebe, Leben, Tod und Abwesenheit behandelt.
  • Soziale und existenzielle Poesie: Diese Phase beeinflusste die Dichtung der 50er Jahre maßgeblich (z. B. „Wind, Mensch und Jäger“ sowie „Liederbuch und Romanzen der Abwesenheit“).

Stilistische Merkmale

Symbole und Metaphern

Hernández’ Werk ist hochgradig symbolisch. Besonders hervorzuheben sind:

  • Die weibliche Gebärmutter: Ein Symbol für das Transzendente und die Liebe.
  • Der Stier: Ein zentrales Element, das für Tragik und Gewalt steht.

Sprache und Struktur

Seine Gedichte zeichnen sich durch eine sorgfältige, parallelistische Struktur aus. Während er anfangs gelehrte Wörter und gongoristische Neologismen nutzte, wurde seine Sprache im Laufe der Zeit natürlicher, einfacher und schließlich dramatischer sowie gewaltvoller.

Themen der Dichtung

Natur

Aufgewachsen in einer ländlichen Umgebung, spiegelt seine frühe Lyrik die Landschaft von Orihuela wider. Hernández sieht sich als Teil der Natur und erhebt die einfachen Dinge zum Sublimen. Später kontrastiert er diese natürliche Güte mit der Härte der sozialen Realität.

Der tragische Sinn des Lebens

Ab 1936 prägen persönliche Erfahrungen und das Gefühl der Bedrohung sein Werk. Die Trauer über ein unglückliches Schicksal verleiht seiner Dichtung eine grundlegend tragische Vision.

Das Gefühl der Liebe

Liebe wird als ungestüme, fleischliche Leidenschaft dargestellt. Seine Werke enthalten konstante, direkte sexuelle Anspielungen und eine fast obsessive Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper.

Soziales und politisches Engagement

Hernández war ein Dichter leidenschaftlicher Verwurzelung. Seine Poesie ist weniger politisch als vielmehr zutiefst sozial und von Solidarität mit dem Menschen geprägt.

Verwandte Einträge: