Miguel Hernández: Liebe, Symbolik und Erotik in der Lyrik

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Liebe und Poesie bei Miguel Hernández

Denn Poesie ist immer ein Akt der Liebe. Miguel Hernández veröffentlichte seine ersten Gedichte, in denen er das Thema der platonischen Formen behandelte. Sein Werk Perito en lunas ist barock geprägt und durchsetzt mit sexuellen Konnotationen, die sich durch mythische Vergleiche und Fruchtmetaphern auf die Sexualität beziehen:

  • Frühling: Sexualität, Verunreinigung und Provokation zur Sünde.
  • Winter: Keuschheit.

Wir können einen deutlichen Unterschied zwischen seinem Frühwerk und seinem späteren Schaffen feststellen. Der „Strahl“ (rayo) wird als Metapher verwendet, um den Herzschmerz auszudrücken, der durch erotische Unzufriedenheit verursacht wird.

Die erste Voraussetzung für das Schreiben von Liebeslyrik ist, verliebt zu sein, wie er es in Bezug auf Josefina Manresa, Maruja Mallo und María Cegarra war. Miguel Hernández verkörpert die Liebe in seinem Werk auf vier verschiedene Arten:

  1. Als er selbst: Eine unglückliche Liebe, die sexuell nicht vollständig befriedigt ist.
  2. Als Stier: Ein Symbol für edle Leidenschaft, Männlichkeit und Tapferkeit.
  3. Als Schlamm: Die Person verliert ihre eigene Einheit und wird als bescheiden und niedrig personifiziert.
  4. Als gefügiger Stier: Er fügt sich den Wünschen und Launen der Geliebten, um ihr Interesse zu wecken.

Bilder und Symbole in der Lyrik

Seine frühen Gedichte sind Skizzen der Landschaft, in denen die Lebendigkeit der Bilder betont wird. Das Bild ist das Wesen seiner Dichtung, voll von sinnlichen Nuancen.

Der Mond erscheint als Spiegel seines Selbst. Er ist das Symbol für indirektes Wissen und erinnert metaphorisch an Schönheit, das Ideal und die Magie. Die verwendeten Symbole entstammen dem täglichen Leben des Dichters in seiner Geburtsstadt Orihuela:

  • Feuer/Eis/Schnee: Bezieht sich auf die Leidenschaft der Liebenden und die Kälte der unerreichbaren Geliebten.
  • Messer, Schwert, Dorn, Dolche, Hammer: Symbole der Qual.
  • Strahl (Rayo): Die vernichtende Kraft der Leidenschaft.
  • Stier: Voller Leben, aber mit einem tragischen Schicksal. Er steht für Männlichkeit, Kraft, Gewalt und Freiheit.

In seiner Kriegspoesie werden Bilder aus dem Pflanzenreich und dem Garten verwendet, um den Kosmos zu symbolisieren. Die Poesie von Miguel Hernández ist durchdrungen von Sinnlichkeit und präsentiert Bilder des menschlichen Körpers: Lippen, Mund, Augen, Hände etc.

Die Symbole von Licht und Wasser konzentrieren positive Gedanken: Sterne, Sonne und das Meer dienen als Symbole der Reinigung durch Feuer. Als erotische Symbole stehen der Bauch und die Frau im Mittelpunkt des Lebens – als Fülle der Liebe und sicherer Hafen. Das Haus, in dem der Mensch Schutz für Frauen und Kinder sucht, wird zudem mit der Stadt identifiziert. Das Wasser erreicht in seinen Gedichten die Fülle als Quelle des Lebens.

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