Miguel Hernández: Die Natur in seiner Dichtung
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Die tiefe Verbundenheit zur Natur
Miguel Hernández war zeitlebens eng mit der Natur verbunden – als Dichter und als Mensch. Sein Elternhaus prägte seine Dichtung maßgeblich: Der Garten mit Zitronenbäumen, Maulbeerbäumen, Walnussbäumen und Feigenbäumen inspirierte einige seiner besten poetischen Schöpfungen. Diese Umgebung, eine helle und offene Terrasse mit Zugang zu einem Brunnen und einem Ziegenstall, lag am Fuße der Sierra de la Muela. Die ländliche Atmosphäre und die Arbeit auf dem Hof spiegelten sich stets in seinem Werk wider.
Frühe Anfänge und Einflüsse
Bereits mit 15 Jahren begann Hernández, seine ersten Verse auf Papier zu bringen. Seine frühen Gedichte waren von den einfachen Dingen des täglichen Lebens inspiriert. Obwohl sie anfangs noch unreif und ohne systematische kulturelle Basis waren, zeigten sie bereits Ansätze einer eigenen Stimme. Er imitierte den Modernismo und veraltete ländliche Traditionen. Bei der Ausarbeitung seiner Landschaften orientierte er sich an den farbenfrohen Werken von Salvador Rueda. Seine Palette reichte von hellem Blau bis hin zum mediterranen Grün, wobei er Vitalismus sowie Kontraste in Schwarz-Weiß meisterhaft einzusetzen wusste.
Symbolik und Naturmotive
In seinem Werk finden sich zahlreiche wiederkehrende Symbole:
- Farben: Das Gelb der Zitronen ist oft mit einem Gefühl der Bitterkeit verknüpft.
- Pflanzenwelt: In Perito en lunas dient die Natur der literarischen Verschönerung; der Mond erscheint als Symbol der Fruchtbarkeit.
- Fauna: Tiere wie Schafe, Stiere, Bienen, Nachtigallen und Katzen nutzt er, um menschliche Emotionen und die Leidenschaft der Liebe auszudrücken.
- Elemente: Wasser, Flüsse und Regen symbolisieren den Lebensfluss und die Verbindung zum Meer.
Tragik und Freiheit
Der Regen wird in seinem Werk oft mit dem Blut in Verbindung gebracht. In seinem Buch El rayo que no cesa symbolisiert der Blitz das tragische Schicksal der Liebe. Der Donner dient ihm dazu, Federico García Lorca zu würdigen, während der Wind Werte wie Frieden und Freiheit verkörpert. Aufgrund seiner engen Verbindung zur Natur und seiner Herkunft wird Miguel Hernández oft als der „Dichter des Landes“ und der „Hirtendichter“ bezeichnet.