Miguel Hernández: Soziales und politisches Engagement
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Sozialpolitisches Engagement
Das Werk von Miguel Hernández und seine Poesie lassen sich nicht vom Spanischen Bürgerkrieg trennen. Sein Schaffen kann als eine Handlung interpretiert werden, die ihre natürliche Entwicklung unterbrach, was jedoch für seine dichterische Entwicklung und seine menschliche Reifung von großer Bedeutung war.
Frühe Werke und literarische Anfänge
Seine Anliegen waren anfangs nicht auf soziale oder politische Themen ausgerichtet. Mit Perito en lunas widmete er sich ausschließlich der Literatur. Auch El rayo que no cesa zeigt kein soziales Thema, sondern verbirgt die Tragödie des Bürgerkriegs (1936–1939) hinter einer amorösen Thematik.
Der Bürgerkrieg und die Poesie als Waffe
Als Miguel Hernández in die Schlacht zog, handelte er aus Loyalität gegenüber der Republik und seiner sozialen Klasse. Er musste die Schule mit fünfzehn Jahren verlassen, um seinem Vater bei der Schafherde zu helfen. Er meldete sich freiwillig und kämpfte an den härtesten Fronten, wobei er seine beste Waffe einsetzte: die Poesie.
Nach der Niederlage der Republik wurde Miguel verhaftet, zunächst zum Tode und später zu lebenslanger Haft verurteilt.
Wichtige Werke des Engagements
- Vientos del pueblo: Dieses Werk zeigt das volle Engagement für die Sache. Einige Gedichte sind als Propaganda zu verstehen, bei denen die literarische Qualität zugunsten der unmittelbaren Gefühle des Soldaten an der Front zurücktritt.
- El niño yuntero: Ein deutliches Beispiel für die Solidarität, die sich durch sein Werk zieht.
- El hombre acecha: Hier steht die Müdigkeit nach drei Jahren Krieg im Vordergrund. Die Liebe und das gemeinsame Engagement werden durch Gewalt und Grausamkeit überschattet.
Spätwerk und Reflexion
In seinem Buch Cancionero y romancero de ausencias beginnt Hernández eine Phase der Intimität. Soziales Engagement und politischer Wille treten in den Hintergrund, da er die Folgen seines Handelns am eigenen Leib erfährt – die Haft, die ihn schließlich das Leben kosten wird. In diesem Werk gibt es nur noch kleine Hinweise auf den Krieg, nun aus einer zutiefst menschlichen statt einer politischen Perspektive.