Die Mission Jesu: Glaube, Liebe und christliches Handeln
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1. Die Erwartung des Messias
Es herrschte eine große Erwartung hinsichtlich der Ankunft des Messias, doch nicht jeder verstand die Art seiner Mission auf die gleiche Weise. Für einige bedeutete sie die Wiederherstellung einer strikten Einhaltung des Gesetzes; für andere war er ein militärischer Anführer, der sie von den Römern befreien würde. Wieder andere erwarteten eine machtvolle Manifestation des Göttlichen.
2. Heilung am Teich von Bethesda
Jesus heilte die Kranken am Teich von Bethesda. Da es jedoch ein Sabbat war, warfen ihm die Pharisäer vor, er würde die Heilung am Sabbat vollziehen. Jesus nutzte diese Gelegenheit, um die Tiefe und den Sinn seiner Mission zu erklären: Er arbeitet gemeinsam mit seinem Vater, nach dessen Willen und Urteil. Das Leben ist dabei der Grundwert, der sein Handeln antreibt.
3. Die Werteskala Jesu
Die Werteskala Jesu dreht sich um die Verpflichtung, die Liebe des Vaters weiterzugeben. Alles andere wird relativ: Er schenkt dem Sünder Vergebung, dem Kranken Heilung, den Hungernden die Botschaft des Heils und den Armen sowie den Ausgegrenzten seiner Zeit Zuwendung.
4. Gott ist Liebe
Es gibt keinen Dualismus, denn das gesamte Leben Jesu auf Erden ist die präziseste Verkörperung dessen, wer Gott ist: „Gott ist Liebe.“ Diese Liebe zeigt sich in persönlichem Verzicht und der Hingabe bis in den Tod, immer auf der Suche nach Leben und Heil für andere.
5. Die christliche Berufung
Ein Christ ist jemand, der sich von Jesus persönlich herausgefordert fühlt und zustimmt, ihm zu folgen. Die Begegnung mit Jesus und die Nachfolge sind die zentrale Erfahrung des christlichen Lebens.
6. Versöhnung und Solidarität
Das Leben muss von Versöhnung im Geiste der Gerechtigkeit sowie von einer Haltung der Solidarität und des Mitgefühls gegenüber den Schwachen und Bedürftigen in der Gesellschaft geprägt sein.
7. Ablehnung von Gewalt
Der Krieg ist ein Übel, auf das der Mensch nicht als rationales und geselliges Wesen reagieren darf. Er ist ein Frevel gegen die Menschenrechte und gegen Gott, eine Form von Gewalt, die unvereinbar mit Jesus Christus und dem Evangelium der Versöhnung ist.
8. Bekehrung und Friedensengagement
Die Bekehrung zu Gott und seinem Reich erfordert zwingend unser Engagement für den Frieden. Dieses Engagement beinhaltet moralische Ansprüche, die wir als Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Barmherzigkeit bezeichnen können – besonders gegenüber den Armen und Unterdrückten.
9. Dynamik und Hilfeleistung
Die Kirche ist bekannt für ihre Dynamik und die Förderung ihrer Fähigkeiten zur integralen Entwicklung sowie für die Reaktion auf Notfälle. Sie ist aufmerksam gegenüber verzweifelten Situationen, mobilisiert öffentliche und private Finanzmittel und leistet Unterstützung direkt vor Ort.
10. Zeugnis durch die Geschichte
Entlang der gesamten Geschichte der Kirche, von den Diakonen der Apostel bis in die Gegenwart, haben Männer und Frauen im Gehorsam gegenüber Christus gegen Leiden und Elend in all seinen Formen gekämpft.