Das Mittelalter: Von den Franken bis zum Kapitalismus

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Das Fränkische Reich

Nach der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert bildete sich das Fränkische Königreich:

  • Chlodwig I.: Erster König, der das Frankenreich einte.
  • Karl Martell: Hausmeier und faktischer Herrscher des Frankenreichs.
  • Pippin der Jüngere: Der erste karolingische König.
  • Karl der Große: Bedeutendster karolingischer König des Mittelalters und Schöpfer des Karolingischen Reiches.

Die Arabische Welt und der Islam

Die Araber stammen aus dem Nordwesten Asiens.

Wichtige Städte und Häfen

  • Städte: Medina (Stadt des Propheten) und Mekka (religiöses Zentrum).
  • Häfen: Maskat am Persischen Golf und Aden am Roten Meer.

Religion und Expansion

Ursprünglich polytheistisch, verbreitete sich durch Mohammed der monotheistische Islam. Die arabische Expansion erfolgte durch den „Heiligen Krieg“ (Dschihad), was zur Ausbreitung des Islam und arabischer Macht führte.

Kulturelle Beiträge

  • Mathematik: Arabische Ziffern, Dezimalsystem, Null, Algebra, Geometrie und Trigonometrie.
  • Chemie: Entwicklung experimenteller Methoden (Al-Kimia).
  • Literatur: Tausendundeine Nacht, Der Ring der Taube.
  • Philosophie: Averroes und Avicenna beeinflussten die mittelalterliche Philosophie.
  • Geschichte & Geografie: Ibn Chaldun als bedeutender Historiker; Fortschritte in Astronomie durch Gelehrte wie Arzachel.

Der Islam: Glaube und Koran

Der Islam ist eine monotheistische Religion, die Unterwerfung unter Allah bedeutet. Das heilige Buch ist der Koran.

Die fünf Säulen des Islam

  1. Glaubensbekenntnis
  2. Gebet
  3. Fasten
  4. Pilgerfahrt nach Mekka
  5. Almosen

Feudalismus im Mittelalter

Der Feudalismus war das politische, wirtschaftliche und soziale System des 11. und 12. Jahrhunderts.

Merkmale und Strukturen

  • Das Lehen: Landbesitz als Belohnung für Dienste.
  • Ursachen: Schwäche der Monarchien und ständige Kriege.
  • Soziale Schichten: Adel (hoch/niedrig), Klerus, Bauern und Leibeigene.
  • Vassalität: Das Machtverhältnis zwischen Lehnsherrn und Vasall, besiegelt durch die Investitur.

Die Kreuzzüge

Feldzüge christlicher Heere unter dem Symbol des Kreuzes.

Folgen der Kreuzzüge

  • Politisch: Schwächung des Feudalsystems, Aufstieg des Absolutismus.
  • Wirtschaftlich: Neue Handelswege, Geldwirtschaft und Entstehung der Bourgeoisie (Bürgertum).
  • Kulturell: Vorbereitung der Renaissance.

Wandel am Ende des Mittelalters

Politische und wirtschaftliche Veränderungen

  • Zerfall des Feudalismus und Entstehung zentralisierter Nationalstaaten (Spanien, Frankreich, England).
  • Verlagerung des Handels in die Städte und Aufstieg des frühen Kapitalismus.

Bildung und Kultur

Gründung bedeutender Universitäten (z. B. Bologna, Paris) und Entwicklung der Nationalsprachen aus dem Lateinischen und Germanischen. Bedeutende Werke: Das Nibelungenlied, Decamerone und Göttliche Komödie.

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