Mittelalterliche Kunst, Architektur und Literatur
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Das europäische Theater und die religiöse Kunst
Das europäische Theater des Mittelalters ordnet sich in einen religiösen Kontext ein, insbesondere in die Riten des christlichen Gottesdienstes und die Feierlichkeiten zu Festen wie der Geburt und Auferstehung Christi.
Der Pantokrator in der christlichen Ikonografie
Der Pantokrator ist die Darstellung von Christus als Herr des Universums. In dieser Darstellung hat Christus die rechte Hand zum Segen erhoben (Gott der Gerechtigkeit) und hält in der linken Hand das Evangelium oder die Bibel. Die Ausstellungsräume befinden sich sowohl außerhalb als auch innerhalb der Kirche.
Merkmale des Gregorianischen Chorals
Als charakteristische Merkmale des Gregorianischen Chorals gelten:
- Monodie: Einstimmiger Gesang (eine Stimme oder Melodie).
- Rhythmus: Es gibt keinen festen Takt oder Kompass; der Rhythmus ist frei.
- Vokalmusik: Es handelt sich um rein vokal vorgetragenes Gebet, also religiöse Musik pur.
Ursprünglich wurde keine instrumentale Begleitung verwendet, später wurde jedoch die Orgel eingeführt.
Wichtigste Elemente der romanischen Architektur
Der Header (Chorbereich) kann gestaffelte, halbkreisförmige Apsiden haben. Typisch war der Bau von zwei Türmen in einem Glockenturm. Es wurden viele verschiedene Materialien wie Quadersteine, Bruchstein und Sillajero verwendet. Zu den Merkmalen gehören Rundbögen und Spitzbögen, Säulen sowie Kirchen mit drei Schiffen und Tonnengewölben.
Hauptmerkmale der romanischen Malerei
In der romanischen Malerei herrscht ein Mangel an Perspektive und eine antinaturalistische Haltung bei der Darstellung von Menschen vor. Die Figuren werden durch dicke Linien abgegrenzt. Das Hauptziel dieser Kunstform war es, die Betrachter zu lehren und zu beeindrucken.
Evangelistensymbole und die Inquisition
Die Evangelistensymbole sind Tiere, welche die Evangelien darstellen. Die Inquisition war ein religiöses Gericht zur Verfolgung von Häresieverdächtigen.
Die Jarcha: Lyrik im muslimischen Hispanien
Die Jarcha ist eine populäre lyrische Komposition des muslimischen Hispaniens. Sie bildet den letzten Teil der Muwassaha. Es gibt Beispiele aus dem 10. und 11. Jahrhundert. Die mozarabischen Jarchas wurden von gebildeten arabischen und jüdischen Dichtern nach dem Vorbild der traditionellen romanischen Lyrik verfasst. Sie griffen dabei auf die populäre Folklore zurück oder passten sie metrisch an die Muwassaha an. Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie die ältesten bekannten Dokumente romanischer Lyrik sind. Das Hauptthema war die Liebe und die Sehnsucht nach dem Geliebten. In der Metrik dominieren vierzeilige Strophen mit Reimpaaren (Assonanz), häufig als Sechs-, Sieben- oder Achtsilber.
Cantigas de Amigo und die Form des Villancico
Die Cantigas de Amigo (Lieder des Freundes) sind Liebesgedichte mit intimem Ton. Ähnlich wie in den Jarchas gesteht eine junge Frau einer Vertrauten ihre Sorgen und Nöte in der Liebe. Sie sind in Galicisch-Portugiesisch verfasst und nutzen Stilmittel wie Parallelismen und Leixaprén. Die Strophen sind paarweise verbunden, wobei die Verse der zweiten Strophe eine kleine Variante der ersten Strophe darstellen.
Das Villancico (Lied) ist eine musikalische Komposition, die ursprünglich auf Melodien zurückgeht, die von Landleuten (Villanos) gesungen wurden. In der Renaissance (15. und 16. Jahrhundert) entwickelte es sich zu Liedern für eine Stimme mit Begleitung (z. B. Vihuela) oder für drei bis vier Stimmen. Die metrischen Wurzeln liegen in der Arte Menor (kurze Verse), meist mit Assonanz- oder Konsonanzreimen. Ein Villancico besteht aus: Kopf (Estribillo), Glosse (Mudanza), Verbindungsvers (Verso de enlace) und Rückkehr (Verso de vuelta).