Mittelalterliche spanische Literatur und Stilmittel

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Sprache und Stil des Cantar de Mio Cid

  • Anrufe und Anrufungen an das Publikum
  • Häufige wertende Ausrufe
  • Unterdrückung von einleitenden Verben
  • Verwendung von Formeln, die spezifisch auf die Mündlichkeit ausgerichtet sind
  • Vorhandensein typischer epischer Formeln
  • Fülle von epischen Beinamen, um die Charaktere zu charakterisieren
  • Alternierende Erzählung und Dialog
  • Freiheit in der Verwendung sprachlicher Formen

Gliederung des Werkes

Das Werk ist unterteilt in:

  • Cantar del Destierro (Lied der Verbannung)
  • Cantar de las Bodas (Lied der Hochzeiten)
  • Cantar de la Afrenta de Corpes (Lied von der Schande von Corpes)

Wichtige Merkmale und weitere Gattungen

Eines der wichtigsten Merkmale ist die historische Genauigkeit. Das Stück (Auto de los Reyes Magos) ist die älteste Darstellung der Heiligen Drei Könige und umfasst 147 Verse in Polymetrie.

Cantigas-Arten:

  • Cantigas de Amigo (Freundschaftslieder)
  • Cantigas de Amor (Liebeslieder)
  • Cantigas de Escarnio y de Maldecir (Spott- und Fluchlieder)

Jarchas: Diese gehörten zu den Moaxajas und stellen die ersten schriftlichen Texte in romanischen Sprachen dar. Die Lírica tradicional ist eine Reihe von anonymen Liedchen, die im Mittelalter in Kastilien gesungen wurden.

Phonische Ressourcen (Klangfiguren)

  • Alliteration: Wiederholung eines oder mehrerer Töne.
  • Onomatopoesie: Nachahmung von Klängen.
  • Wortspiele: Ein phonisches Spiel, das durch die Nähe von Wörtern mit ähnlichen Tönen entsteht.

Syntaktische Ressourcen (Satzfiguren)

  • Hyperbaton: Veränderung der logischen Reihenfolge der Wörter.
  • Enumeration: Eine Abfolge (Sukzession) von Elementen.
  • Polysyndeton: Die Wiederholung von mehr verbindenden Elementen als erforderlich.
  • Asyndeton: Unterdrückung oder Unterlassung der verbindenden Elemente.
  • Anapher: Wiederholung eines oder mehrerer Worte am Anfang einiger Verse.
  • Parallelismus: Wiederholung der gleichen Struktur in zwei oder mehr Versen.
  • Anadiplose: Wiederholung des letzten Teils eines Verses oder einer Phrase am Anfang des nächsten.
  • Epanadiplose: Wiederholung eines Wortes am Anfang und am Ende eines Verses.
  • Ellipsis (Ellipse): Unterdrückung von einem oder mehreren Wörtern.

Semantische Ressourcen (Wortfiguren)

  • Antithese: Gegenüberstellung von Ideen.
  • Paradoxon: Widersprüchliche Ideen, die zusammenfallen.
  • Epitheton: Ein Adjektiv für erklärende, oft schmückende Zwecke.
  • Gleichnis oder Vergleich: Ähnlichkeit zwischen zwei Dingen, die mittels eines vergleichenden Bindeglieds hergestellt wird.
  • Metapher: Verbindung zwischen einem realen und einem bildhaften Element.
  • Metonymie: Ersetzung eines realen Elements durch ein anderes bildliches Element aufgrund einer Beziehung.
  • Periphrase: Ausdruck einer Idee durch einen Umweg (Umschreibung).
  • Ironie: Eine Aussage, bei der man das Gegenteil dessen versteht, was eigentlich gesagt werden soll.
  • Synästhesie: Zuweisung von Eigenschaften eines Sinnes zu Dingen, die von einem anderen Sinn wahrgenommen werden.
  • Wortspiel (Paronomasie): Anwendung der doppelten Bedeutung von Wörtern.
  • Personifikation: Zuweisung menschlicher Eigenschaften an unbelebte Dinge.
  • Hyperbel: Übertreibung einer Idee.

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