Modelle der sozialpädagogischen Intervention
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Modelle sozialpädagogischer Intervention
Der Begriff Modell wird laut Ander-Egg in seinem „Wörterbuch der Sozialen Arbeit“ als eine vereinfachte und schematische Konstruktion der Wirklichkeit definiert, die auf einer Theorie basiert und empirisch in der Praxis getestet werden kann.
Sozialpädagogische Intervention ist die Tätigkeit des Sozialarbeiters, um Veränderungen herbeizuführen. Sie umfasst nicht nur das „Was“ (das Handeln), sondern auch das „Wie“. Diese Aktion wird durch Wissen, Werte und soziale Kompetenzen in Richtung definierter Ziele geleitet. Es handelt sich um eine freiwillige und organisierte Intervention mit dem Ziel, das soziale Umfeld zu verbessern und sozialpädagogische Probleme zu transformieren.
Modell der Verhaltensmodifikation
Dieses Modell zielt darauf ab, das Verhalten des Benutzers durch die Veränderung von Umweltfaktoren zu beeinflussen, ohne den Benutzer bewusst zu manipulieren. Die Behandlung dient der Erzielung, Aufrechterhaltung oder Änderung von Verhalten.
- Verfahren: Reize, die problematische Antworten generieren, werden ignoriert, während positive Reize verstärkt werden.
- Techniken: Positive Verstärkung, Extinktion, differentielle Verstärkung, Reaktionstraining und negative Verstärkung.
Systemisches Modell
Die Intervention betrachtet die Familie als ein System. Jedes Mitglied beeinflusst das Ganze. Der Fokus liegt auf der Art der Beziehungen zwischen den Mitgliedern.
- Methodik: Interviews dienen als erste Phase zur Problemdefinition und Interaktionsanalyse.
- Rolle des Erziehers: Er muss Hypothesen zu Problemen und Ursachen aufstellen, die Beziehung professionell beenden und neutral bleiben.
Ökologisches Modell
Dieses Modell basiert auf der ökologischen Beziehung zwischen dem Individuum und seinem Lebensumfeld. Die Intervention adressiert das soziale Netz und nutzt Community-Ressourcen zur Förderung der Sozialisation und gegenseitigen Hilfe.
Modell nach Marco Marchioni
Dieses Modell umfasst mehrere Phasen:
- Studienphase: Klärung aller Elemente durch den Pädagogen.
- Zuhörphase: Etablierung neuer Kommunikationsmethoden für einen Dialog zwischen Gemeinde und Fachkraft.
- Entscheidungsphase: Der Pädagoge wird zum Beobachter und unterstützt die Gemeinschaft bei der umfassenden Entwicklung.
Kriseninterventionsmodell
Basierend auf den Untersuchungen von Lindemann und Caplan, reagiert dieses Modell auf situative Krisen (Unfälle, Katastrophen) oder generationsbedingte Krisen (Pensionierung, soziale Umbrüche).
- Ziel: Linderung der Auswirkungen und Wiederherstellung des Gleichgewichts.
- Aufgaben: Verständnis der Person, Identifizierung von Symptomen und Auslösern sowie Unterstützung bei der Bewältigung.
Psychosoziales Diagnosemodell
Dieses Modell stützt sich auf psychoanalytische Theorien zur Analyse und zum Verständnis der Klienten.
- Prozess: Erforschung der Person und Umwelt, Diagnose durch Vermittlung und Interpretation, Entwicklung eines Aktionsplans (kurz- und langfristig).
- Techniken: Empathie, Reflexion, Orientierung und psychologische Beratung.
„Erziehen heißt nicht, das Leben zu lenken, sondern die Seele für die Schwierigkeiten des Lebens zu temperieren.“ – Pythagoras
„Der mittelmäßige Lehrer spricht. Der gute Lehrer erklärt. Der überlegene Lehrer demonstriert. Der große Lehrer begeistert.“ – William Arthur Ward