Moderne und Generation von 98: Literatur im Überblick

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Die Moderne

Eigenschaften: Die Bewegung hat ihren Ursprung im Lateinischen (geprägt durch José Martí und Rubén Darío, die sie nach Spanien brachten). Sie entstand als Reaktion gegen den Realismus, Naturalismus und Positivismus. Die Anhänger lehnten starre Regeln ab und verehrten die Schönheit sowie die Kunst für Minderheiten.

Ästhetische Prinzipien

  • Reform: Suche nach Neuem und Verteidigung von Freiheit und Originalität.
  • Europäische Einflüsse: Neoromantik (Böhmisches), Parnassismus (Rückbesinnung auf die Klassik), Symbolismus (Idealismus und Mysterium) sowie Einflüsse des spanischen Mittelalters.

Themen

Die Moderne zeichnet sich durch fantastische, exotische und orientalische Welten aus. Häufige Motive sind die griechisch-römische Mythologie (Nymphen, Götter), Sinnlichkeit, Erotik und die Figur der femme fatale. Zudem prägen Kosmopolitismus (Paris und Wien), das Dandy-Tum, Pessimismus und Melancholie das Werk.

Chronologie

  • Einleitung: José Martí, Salvador Rueda, Francisco Villaespesa.
  • Ganzheit: Rubén Darío, Eduardo Marquina, Manuel Machado (Einführung des Andalusismus).
  • Finale: Tod von Rubén Darío und das Auftreten von Juan Ramón Jiménez.

Rubén Darío

Prosa: Zeitungsartikel und Kurzgeschichten.
Lyrik:

  • Azul (Chile): Frankophil, existenzielle Probleme, das Blau als Symbol für den modernistischen Traum.
  • Prosas profanas (Buenos Aires): Höhepunkt der Moderne, Exotik und Melancholie.
  • Cantos de vida y esperanza (Madrid): Der Schwan als Symbol für existenzielle Zweifel.

Generation von 98

Merkmale

Die Autoren eint die Sorge um den Zustand Spaniens und eine düstere, kritische Sprache. Sie reflektieren über existenzielle und philosophische Themen, oft beeinflusst durch die nationale Katastrophe von 1898.

Poesie der Generation von 98

Im Fokus stehen die Entdeckung Spaniens (insbesondere Kastiliens), die Introspektion, Pessimismus und die Auseinandersetzung mit dem Tod.

Wichtige Vertreter

Miguel de Unamuno

Themen: Trauer, Ewigkeit, die Suche nach Gott und die Liebe zur Familie sowie zur kastilischen Landschaft.
Werke: „Der Christus von Velázquez“, „Das Gebet des Atheisten“.

Ramón María del Valle-Inclán

Werke: „Aromas de leyenda“ (innere Gefühle), „The Passenger“ (transzendentale Themen), „La pipa de Kif“ (lyrisch-tragische und groteske Entwicklung).

Antonio Machado

Merkmale: Verwendung von Sonetten und Couplets. Seine Dichtung ist ein Produkt tiefer Emotionen, geprägt durch den Verlust seiner Frau Eleanor und eine pessimistische Sicht auf die nationale Realität.

Symbole bei Machado
  • Garten: Verlorenes Paradies der Kindheit.
  • Pfad: Ziel des Lebens.
  • Quelle: Zeit und Müdigkeit.
  • Spiegel: Erinnerungen und Träume.
  • Dämmerung: Alter und Tod.

Werke: „Soledades“ (Symbolismus, Melancholie), „Campos de Castilla“ (tragische Vision Spaniens), „Nuevas canciones“ (traditionelle Volksdichtung).

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