Moderne Konzepte im Fremdsprachenunterricht

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Moderne Lehrkonzepte und kommunikative Kompetenz

Wir beginnen damit, den Unterschied zwischen Sprache und Sprechen zu definieren.

  • Sprache: Sie ist eine Form der sprachlichen Tätigkeit mit einem konkreten Ziel. Die Sprache wird als ein wichtiges Kommunikationsmittel eingesetzt.
  • Sprechakte: Ein Sprechakt ist eine Handlung, durch die wir ein Ziel verfolgen, indem wir eine mündliche oder schriftliche Nachricht kodieren oder dekodieren (z. B. eine Mahlzeit bestellen).

Wichtige Begriffe der Sprachdidaktik

Darüber hinaus gibt es einige wichtige Begriffe in der Fremdsprachendidaktik: die linguistische Kompetenz, die kommunikative Kompetenz und die pragmatische Kompetenz.

Linguistische Kompetenz: Dies ist das System der sprachlichen Regeln, die von den Sprechern verinnerlicht wurden. Die Gestaltung ihrer verbalen Fähigkeiten ermöglicht es ihnen, eine unendliche Anzahl von sprachlichen Sätzen zu verstehen. Diese Kompetenz umfasst Phonologie, Morphologie, Syntax und Wortschatz, das heißt die gesamte Grammatik.

Kommunikative Kompetenz: Es wurde vorgeschlagen, dass man eine andere Art von Wissen benötigt, abgesehen von der Grammatik, um die Sprache angemessen zu verwenden. Kommunikative Kompetenz ist die Fähigkeit, die Sprache entsprechend den verschiedenen sozialen Situationen, denen wir täglich begegnen, korrekt zu nutzen.

Pragmatische Kompetenz: Dies ist der Zweig der Semiotik und Linguistik, der für das Studium aller Kenntnisse und Fähigkeiten zuständig ist, die den angemessenen Gebrauch sprachlicher Zeichen einer Sprache ermöglichen. Sie analysiert die Sprache in Bezug auf die gesellschaftliche Nutzung, für die der Sprecher verantwortlich ist: Situationen, Ziele, Bedürfnisse etc. Kurz gesagt ist die pragmatische Kompetenz die Menge des nicht-sprachlichen Wissens, das ein idealer Benutzer verinnerlicht hat.

Zusammenhang der Konzepte

Die drei Konzepte sind miteinander verknüpft:
Linguistische Kompetenz + Pragmatische Kompetenz = Kommunikative Kompetenz.

Daher ist diese Kompetenz die Grundlage für moderne Ansätze und den kommunikativen Unterricht. Das primäre Ziel dieses Ansatzes ist es, dass die Schüler besser mit der Sprache kommunizieren können.

Methodische Merkmale des kommunikativen Ansatzes

Diesem Ansatz folgend, wird der Unterricht aktiver und partizipativer. Die Schüler üben mündliche und schriftliche Codes durch reale oder glaubwürdige Kommunikationsübungen unter Berücksichtigung der sprachlichen Erfordernisse sowie der Interessen und Motivationen der Schüler, die individuell und verschieden sind.

Die ältesten Methoden mit diesen Merkmalen wurden in den 1970er Jahren entwickelt, um das Erlernen einer zweiten Sprache für Erwachsene zu erleichtern. Das bekannteste System ist der "notional-funktionale" Ansatz, der auch hierzulande bekannte Multimedia-Kurse hervorbrachte. In den frühen 1990er Jahren haben kommunikative Ansätze bereits alle Ebenen des Bildungssystems erreicht, und praktisch alle Vorschläge für den Fremdsprachenunterricht vertreten diese Vision.

Nun können wir uns fragen, welche gemeinsamen Punkte diese so unterschiedlichen Methoden haben, abgesehen davon, dass sie der Kommunikation und dem Umgang mit der Sprache Bedeutung beimessen. Im Folgenden finden Sie einige allgemeine Merkmale, die den Unterricht und die Arbeit der Schüler betreffen:

  1. Reale Kommunikationssituationen: Die Übungen im Unterricht simulieren neue, reale oder glaubwürdige Kommunikationssituationen. So werden während der Ausführung der Aktivität verschiedene kommunikative Phasen praktiziert. Die Schüler sind voll an der Arbeit beteiligt, da sie motiviert sind und frei sowie kreativ teilnehmen.
  2. Ganzheitliche Texte: In der Klasse wird mit kommunikativen sprachlichen Einheiten gearbeitet, das heißt mit Volltexten und nicht nur mit isolierten Wörtern, Phrasen oder abgehackten Fragmenten.
  3. Authentische Sprache: Die Sprache, die Schüler lernen, ist real und kontextualisiert. Das bedeutet die Arbeit mit authentischen Texten, die nicht speziell für den Unterricht erstellt oder übermäßig manipuliert wurden. Auch die gelehrte Sprache ist real und heterogen – so wie sie auf der Straße verwendet wird, inklusive Dialekten und Umgangssprache.
  4. Sozialformen: Die Schüler arbeiten oft paarweise oder in Gruppen, da dies der beste Weg ist, um Kommunikationssituationen im Unterricht zu organisieren.
  5. Die vier Fertigkeiten: Die Übungen ermöglichen es den Schülern, die vier sprachlichen Grundfertigkeiten der Kommunikation zu entwickeln (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben).

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