Die Moderne in der Literatur: Autoren und Merkmale

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Merkmale der literarischen Moderne

Die Moderne zeichnet sich durch eine ästhetische Einstellung aus, in der Erotik und unmoralisches Verhalten häufig thematisiert werden.

Intimität und Weltschmerz

Die Intimität ermöglicht es, das Unbehagen des Dichters mit seiner Umgebung auszudrücken. Es besteht der Wunsch nach Ganzheit, eine unerreichbare Sehnsucht, Unruhe sowie die Verwendung von Motiven wie Herbstlandschaften, Dämmerung und Gärten.

Stil und rhetorische Mittel

Die Autoren nutzen alle Möglichkeiten der Sprache, um Schönheit zu erreichen:

  • Farbe: Ein Schlüsselelement, oft durch intensive Adjektive betont.
  • Musikalität: Viel Klang und Rhythmus in den Versen.
  • Lexikon: Ein reicher und vielfältiger Wortschatz.
  • Stilmittel: Häufige Verwendung von Alliterationen, Synästhesien und mutigen Bildern.

Hinsichtlich der Metrik kombiniert die Moderne traditionelle Versmaße mit anderen, wie dem Alexandriner oder dem Endekasyllabus. Zudem wird eine große Vielfalt an strophischen Innovationen angestrebt.

Wichtige Autoren der Moderne

Rubén Darío

Er gilt als Schöpfer und Förderer der Moderne in Spanien. Sein erstes Buch Azul (1888) ist eine Mischung aus Poesie und Prosa. Mit Prosas profanas schuf er ein Modell, das viele Anhänger nachahmten. In Cantos de vida y esperanza beginnt er, sich von der frivolen und realitätsfernen Linie der Bewegung zu lösen und sich allgemeinen menschlichen Problemen zuzuwenden.

Antonio Machado

Die zentralen Themen von Antonio Machado sind die Privatsphäre, Erinnerungen, die kastilische Landschaft, die Sorge um Spanien und das Vergehen der Zeit. Seine Anfänge sind in Metrik, Lexikon und Bildsprache von der Moderne geprägt, wie in Soledades zu sehen ist. Sein charakteristischer Stil zeigt sich später in Campos de Castilla, wo er die Landschaft von Soria, die Übel des Königreichs Spanien und das Leben anonymer Menschen beschreibt, was ihn in die Nähe der Generation von 98 rückt.

Juan Ramón Jiménez

Seine Poesie entwickelte sich von einer anfänglichen Verbindung zur Moderne hin zu einem ganz persönlichen Werk, das mit der reinen Poesie und der Ästhetik des Schweigens verbunden ist.

  • Erste Stufe: Inspiriert von der Moderne (kurze Metrik, Musikalität, Gärten), gesammelt in Tristes Arias.
  • Zweite Stufe: Eine intellektuelle Phase, repräsentiert durch Diario de un poeta recién casado, auf dem Weg zur reinen Poesie.
  • Dritte Stufe: Die Phase im Exil, in der sich sein Stil weiterentwickelte und vertiefte. Er erhielt den Nobelpreis für Literatur.

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