Modernes Theater und das Werk von Josep Maria Benet i Jornet

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Grundlegende Merkmale des zeitgenössischen Theaters

Die aktuellen Entwicklungen im Theater lassen sich in 70 neue theatralische Pfade unterteilen, die wie folgt spezifiziert werden:

Untersuchung neuer Grünanlagen und Räume

Theatergruppen präsentieren ihre Werke an unerwarteten Orten oder improvisieren auf der Straße. Beispiele hierfür sind:

  • La Cubana: Die theatralische Darstellung beginnt bereits außerhalb des Veranstaltungsortes.
  • La Fura dels Baus oder Comediants: Sie verwandeln Orte wie ein Olympiastadion in eine Bühne.

Ablehnung des klassischen Theaterbegriffs

Einige Gruppen produzieren Texte kollektiv innerhalb der Gruppe und lehnen die Figur des Dramatikers ab, der isoliert zu Hause schreibt. Die Spielleute sind hierfür ein Beispiel.

Wichtigkeit der Rolle des Regisseurs

Der Regisseur entscheidet über alle Details der Inszenierung, was zu einer umfassenden Beteiligung an der Arbeit führt (z. B. Flotats Company, Theater Company Free).

Abkehr vom westlichen Theaterverständnis

Angesichts der Krise westlicher Theatermedien gibt es ein verstärktes Interesse an afrikanischen sowie östlichen (chinesischen, japanischen) Theaterformen, die symbolischer und ritueller geprägt sind.

Mixed-Media und Ausdrucksformen

Alles dient dem Ausdruck im Theater. Neue Technologien durchdringen die heutige Welt und auch das Theater. Dabei werden alte Techniken wie Pantomime (Dreirad) und Zirkus (Comediants) mit Filmprojektionen kombiniert, bei denen Schauspieler mit dem Bildschirm interagieren (La Cubana).

Das Werk von Josep Maria Benet i Jornet

Das Theater von Josep Maria Benet i Jornet basiert auf einer realistischen Inspiration und Techniken literarischen Ursprungs. Seine Werke thematisieren die Probleme der Nachkriegsgeneration, deren Leben durch die Umstände geprägt war, und kritisieren die Haltung derer, die ihre Herkunft und die erlittenen Härten zugunsten wirtschaftlicher Verbesserung vergaßen.

Wichtige Werke

Zu seinen bekanntesten Stücken zählen: Berenàveu a les fosques, Des del balcó (Der Niedergang von Wendy), Quan la ràdio parlava de Franco und E.R.

Beziehung zur audiovisuellen Welt

Heute ist Benet i Jornet vor allem als Schöpfer großer katalanischer TV-Serien bekannt: Poble Nou, Rosa, Nissaga de poder, Laberint d'ombres, Ventdelplà und El cor de la ciutat.

Poble Nou war die erste Seifenoper auf Katalanisch und ein soziales Phänomen. Die Basis bildeten zwei klassische Themen: der Wandel der Familie und der Kontrast zwischen Alt und Neu. Die Handlung spielte in Barcelona und wurde zu einem Symbol für ganz Katalonien. Die Geschichte der Familie Aiguadé, deren Leben sich durch einen Lotteriegewinn änderte, diente als Rahmen für periphere Geschichten über Scheidung, Ehebruch, nicht anerkannte Vaterschaft, Homosexualität und soziale Themen wie AIDS. Die Serie war ein Hybrid aus Sittenbild und Fortsetzungsroman, trug zur sozialen Integration bei und diente als wichtiges Mittel zur sprachlichen Normalisierung, wobei stets versucht wurde, tolerante Werte zu vermitteln.

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