Modernes Theater und das Werk von Manuel de Pedrolo
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Grundlegende Merkmale des modernen Theaters
Das moderne Theater zeichnet sich durch eine Rückkehr zum Text und eine Aufwertung der Autorenfigur aus, nachdem die Leistungen der 70er und 80er Jahre andere Schwerpunkte setzten. Die Unterstützung durch demokratische Institutionen sowie die Kompetenz erfahrener Autoren wie Josep Maria Benet i Jornet begünstigten das Aufkommen neuer Künstler, die ihre Arbeit in den 80er Jahren begannen.
Sie haben den Realismus, der die Szene der 50er und 60er Jahre prägte, hinter sich gelassen. Als Erben von Autoren wie Samuel Beckett, Harold Pinter, David Mamet oder Thomas Bernhard vertreten sie eine kritische oder stilisierte Vision der Wirklichkeit, die stets auf einer distanzierten und entpersonalisierten Perspektive basiert.
Themen und bedeutende Autoren
Die neuen Autoren befassen sich sowohl mit individuellen Themen (Paarkrisen, Isolation, Einsamkeit, Krankheit, Altern) als auch mit kollektiven Problemen (Gewalt, Rassismus, Marginalisierung). Zu den bedeutendsten Vertretern mit internationaler Ausstrahlung zählen Sergi Belbel und Lluïsa Cunillé, beide in den frühen 60er Jahren geboren.
Erfahrene Autoren wie Benet i Jornet oder Rodolf Sirera haben ihr Schreiben diversifiziert und an die audiovisuelle Welt angepasst. Das Fernsehen fungiert dabei als Plattform zur Förderung des Theaters und macht Autoren wie Carles Alberola bekannt, in deren Werken stets Humor präsent ist.
Das Werk von Manuel de Pedrolo
Das Werk von Manuel de Pedrolo gehört zu den umfangreichsten und abwechslungsreichsten der zeitgenössischen katalanischen Literatur. Pedrolo hat nahezu alle literarischen Gattungen bedient und eine Vielzahl von Themen und Techniken erprobt.
Literarische Vielfalt und Innovation
Der Ehrgeiz seines erzählerischen Projekts zeigt den Wunsch, alle Genres innerhalb des Romans zu erkunden und technische Innovationen in die katalanische Literatur des 20. Jahrhunderts einzubringen. Er schrieb:
- Kriminalromane: (z. B. Joc brut)
- Science-Fiction: (z. B. Mecanoscrit del segon origen)
- Symbolische Romane: (z. B. Totes les bèsties de càrrega)
- Realistische Romane: (z. B. Balanç fins a la matinada)
Das Theater des Absurden und der Existentialismus
Zwischen 1958 und 1963 schrieb Pedrolo insgesamt 13 Theaterstücke, die sich auf das Thema der Freiheit konzentrieren. Er analysierte verschiedene Techniken, die ihn mit dem sogenannten Theater des Absurden verbinden. Dabei warf er existenzielle Fragen auf, etwa nach der Authentizität des Menschen im Sinne Heideggers – die Unfähigkeit des Menschen, mit der Außenwelt zu kommunizieren.
Aus der Notwendigkeit heraus, einer kollektiven Unterdrückung ausgesetzt zu sein und die Franco-Zensur zu umgehen, verzichtete er auf konkrete geografische oder historische Bezüge. Seine Stücke entziehen sich der anekdotischen Realität; die Charaktere verkörpern Symbole, die die Haltung des Autors gegenüber extremen Situationen aus einer existentialistischen Perspektive widerspiegeln.