Monopolmacht und Preiselastizität: Eine Analyse
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Marktstrukturen und Monopolmacht
Ein reines Monopol ist ein seltener Fall. In den meisten Märkten stehen mehrere Unternehmen im Wettbewerb zueinander. Nehmen wir als Beispiel vier Unternehmen, die Zahnbürsten herstellen und die Marktnachfrage bedienen. Diese Unternehmen produzieren insgesamt 20.000 Zahnbürsten täglich und verkaufen diese zu einem Preis von 1,50 $ pro Stück.
Preiselastizität der Nachfrage
Wenn die Marktnachfrage unelastisch ist, beträgt die Elastizität der Nachfrage -1,5. Die grafische Darstellung zeigt:
- Grafik A: Die Marktnachfrage nach Zahnbürsten.
- Grafik B: Die Nachfrage nach Zahnbürsten aus Sicht des einzelnen Unternehmens A.
Bei einem Marktpreis von 1,50 $ und einer Marktelastizität von -1,5 sieht sich Unternehmen A einer deutlich elastischeren Nachfragekurve (Da) gegenüber, da es im Wettbewerb mit anderen Anbietern steht. Die Elastizität für Unternehmen A liegt hier bei -6,0. Dennoch verfügt Unternehmen A über eine gewisse Monopolmacht, da der gewinnmaximierende Preis von 1,50 $ über den Grenzkosten liegt.
Entscheidungsfindung und Preisgestaltung
Um den Preis zu erhöhen, muss das Unternehmen wissen, wie seine Verkäufe auf Preisänderungen reagieren. Es muss also die spezifische Nachfragekurve kennen, der es gegenübersteht. Das Unternehmen könnte beispielsweise vorhersagen, ob seine Verkäufe bei einer Preiserhöhung von 1,50 $ auf 1,60 $ von 5.000 auf 3.000 Einheiten sinken würden.
Gründe für die Differenzierung
Warum ist die Nachfragekurve eines Unternehmens elastischer als die Marktnachfrage? Dafür gibt es zwei Hauptgründe:
- Produktdifferenzierung: Die Zahnbürsten von Unternehmen A unterscheiden sich leicht von denen der Konkurrenz, weshalb einige Konsumenten bereit sind, etwas mehr zu zahlen.
- Reaktion der Wettbewerber: Andere Unternehmen könnten ihre Preise ebenfalls anpassen.
Das Unternehmen steht somit einer elastischen Nachfragekurve gegenüber, die jedoch nicht vollständig elastisch ist, wie es bei einem vollkommenen Wettbewerb der Fall wäre.
Messung der Monopolmacht: Der Lerner-Index
Bei einem Unternehmen im vollkommenen Wettbewerb entspricht der Preis den Grenzkosten. Um den Grad der Monopolmacht zu messen, prüfen wir, wie weit der gewinnmaximierende Preis über den Grenzkosten liegt. Hierfür nutzen wir den Lerner-Index:
Der Lerner-Index ist definiert als die Differenz zwischen Preis und Grenzkosten, dividiert durch den Preis. Er nimmt immer einen Wert zwischen Null und Eins an.