Motorisches Lernen: Phasen und Einflussfaktoren
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Motorisches Lernen als kontinuierlicher Prozess
Der Lernprozess zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Während des Fortschritts wird Stress abgebaut.
- Bewegungsmuster werden mit größerer Effizienz ausgeführt.
- Der Lernende gewinnt an Plastizität (Anpassungsfähigkeit), was die Übertragung des Gelernten auf neue Situationen ermöglicht.
- Ausführungsfehler werden schrittweise beseitigt.
- Die Lernenden erbringen eine immer stabilere Leistung.
- Die Schüler entwickeln selektive Aufmerksamkeit.
- Es entstehen optimale Verbindungen zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit.
Cratty: Lernplateaus im Lernprozess
Nach Cratty kann es im Verlauf des Lernens zu sogenannten Lernplateaus kommen.
Einflussfaktoren auf das motorische Lernen
Faktoren, die vom Lernenden abhängen
A. Intrinsische Faktoren
Diese hängen ausschließlich vom Kind bzw. Individuum ab:
- Alter, Geschlecht und Intelligenz
- Hintergrundinformationen
B. Extrinsische Faktoren
Hierbei ist die Motivation am stärksten betroffen:
- Zu hohe Motivation: Kann zu vorzeitiger Ermüdung führen.
- Geringe Motivation: Erschwert das Lernen, da das Interesse reduziert ist.
Abhängigkeit von der motorischen Geschicklichkeit
Der Prozess der Motorsteuerung kann als Informationsverarbeitungsprozess angesehen werden. Dieser Abschnitt basiert auf stabilen Kriterien zur Analyse motorischer Aufgaben mittels dreier Mechanismen sowie dem Schwierigkeitsgrad jedes Mechanismus, um die Progression und didaktische Strategien zu optimieren.
Einfluss des Lehr-Lern-Prozesses
Informationsübermittlung im Lernprozess
Der Schüler erhält Informationen über verschiedene Aspekte der motorischen Aufgabe:
- Zeitpunkt der Bereitstellung: Informationen vor, während und nach der Ausführung.
- Feedback-Kanäle: Primär wird der verbale Kanal genutzt, gefolgt vom visuellen Kanal.
Intention des Feedbacks
- Deskriptiv: Wiederholung der fehlerhaft ausgeführten Aktion.
- Vergleichend: Abgleich mit zuvor durchgeführten Aktionen.
- Evaluativ: Vergleich der Aktionen mit einem Idealmodell des Subjekts.
- Erläuternd: Ursache-Wirkungs-Erklärung der erforderlichen Handlung.
- Präskriptiv: Konkrete Handlungsanweisungen für die beste Ausführung.
- Affektiv: Positive oder negative Verstärkung.