W.A. Mozart: Leben, Werke und die Oper Don Giovanni
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W.A. Mozart: Leben und musikalisches Wirken
Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27.01.1756 in Salzburg geboren und verstarb am 05.12.1791 in Wien. Bereits mit vier Jahren konnte er Klavier und Violine spielen und komponierte sein erstes Klavierkonzert. Sein Vater, Leopold Mozart, unterrichtete ihn intensiv in der Kunst des Komponierens: Wolfgang spielte die Töne auf dem Klavier, während der Vater sie notierte. So entstanden erste Tänze; mit sechs Jahren komponierte er ein Menuett und Trio für Klavier, die spätere Nummer 1 im Köchelverzeichnis.
Im Jahr 1761, im Alter von fünf Jahren, trat er zum ersten Mal öffentlich auf: Zum Namenstag des Erzbischofs durfte er in einem Singspiel mitwirken.
So übermütig er seine ersten Lebensjahre verbrachte, ans Musizieren ging er mit vollem Eifer und Ernst heran. In seinem „Herrn Vater“ Leopold Mozart hatte er den perfekten Lehrer und Förderer, der genaue Vorstellungen davon hatte, wie er das Talent seines Sohnes fördern konnte.
Wichtigste Werke
- Le Nozze di Figaro – Die Hochzeit des Figaro (1786)
- Eine kleine Nachtmusik (1787)
- Don Giovanni (1787)
- Die Zauberflöte (1791)
- Requiem (1791)
Musikalische Formen der Oper
Rezitativo secco
- Syllabische Deklamation: Auf jede Textsilbe entfällt eine Note.
- Der Melodieverlauf entspricht dem Auf und Ab der natürlichen gesprochenen Sprache.
- Der Takt ist grundsätzlich gerade, doch der Melodieverlauf ordnet sich dem Takt nicht unter, sondern gliedert sich durch Einschnitte und Pausen gemäß des Textes.
- Keine tonartliche Geschlossenheit.
Ein Secco-Rezitativ wird lediglich vom Generalbass begleitet. Wert gelegt wird auf besondere Sprachnähe und Wortverständlichkeit. Ein Accompagnato-Rezitativ wird hingegen von Melodie-Instrumenten oder dem ganzen Orchester begleitet, wobei sich der gesungene Text in der Orchestersprache widerspiegelt. Neben der dramaturgischen hat das Rezitativ auch die musikalische Funktion, den Tonartwechsel zwischen zwei Einzelsätzen durchzuführen.
Arie
Unter einer Arie versteht man ein solistisch vorgetragenes Gesangsstück, das von einem Orchester begleitet wird. Sie ist meist Teil eines größeren Werkes wie einer Oper, Kantate oder eines Oratoriums. Die Arie vermittelt in lyrisch-empfindsamer Weise Gefühle und Stimmungen – im Gegensatz zum dramatisch orientierten Rezitativ, das die Handlung vorantreibt.
Don Giovanni: Inhaltsangabe
Leporello, der Diener Don Giovannis, hält Wache, während sich sein Herr mit Donna Anna vergnügt. Anna ruft um Hilfe, ihr Vater, der Komtur, stellt Don Giovanni und kommt bei der Konfrontation zu Tode. Donna Anna findet die Leiche ihres Vaters und lässt ihren Verlobten Don Ottavio schwören, den Tod des Komturs zu rächen.
Don Giovanni sucht das nächste Abenteuer und trifft auf Donna Elvira, die ihn verfolgt, weil er sie verlassen hat. Er überlässt es Leporello, die gekränkte Elvira zu besänftigen. Auf einer Bauernhochzeit macht Don Giovanni der Braut Zerlina den Hof und lädt die Gesellschaft auf sein Schloss ein. Donna Elvira verhindert jedoch, dass Giovanni Zerlina verführt. Schließlich erkennt Anna in Giovanni den Mörder ihres Vaters. Auf einem Fest bei Don Giovanni setzt dieser die Verführung Zerlinas fort, doch Donna Elvira, Donna Anna und Don Ottavio mischen sich maskiert unter die Gäste. Zerlinas Hilferuf alarmiert die Gesellschaft, und die Verfolgung des Mörders beginnt.
Personen der Oper
- Donna Anna: Tochter des Komturs
- Donna Elvira: Don Giovannis verlassene Geliebte
- Don Ottavio: Verlobter von Donna Anna
- Don Giovanni: Ein junger Edelmann
- Masetto: Ein Bauer
- Zerlina: Seine Braut, eine Bäuerin
- Leporello: Don Giovannis Diener
- Der Komtur: Vater von Donna Anna