Musikgeschichte: Von der Aufklärung bis zum Klassizismus
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Die Aufklärung (18. Jh.)
Die Aufklärung, auch bekannt als das Zeitalter der Vernunft, war eine Epoche, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet war:
- Hinterfragung der etablierten Gesellschaftsordnung und der Rolle Gottes.
- Fokus auf die Natur, wissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerisches Interesse an der Antike.
Rokoko-Stil (Galant)
Der Rokoko-Stil, auch "galanter Stil" genannt, war der vorherrschende Stil dieser Zeit. Seine Eigenschaften sind:
- Aufgabe der Polyphonie und des Kontrapunkts zugunsten untergeordneter Begleitstimmen.
- Die melodische Linie dominiert.
- Die Basslinie dient als harmonische Stütze.
- Begleitung durch Tonart D-Dur-Akkord.
Stil der Empfindsamkeit
Ein subjektiver und exzentrischer Stil mit Melodien, die große Sprünge, chromatische Bewegungen, Moll-Tonarten und ungewöhnliche Harmonien aufweisen. Carl Philipp Emanuel Bach war ein herausragender Vertreter.
Klassik (ca. 1750-1810)
In Mannheim wurde der Hof zur Residenzstadt, und das Orchester unter der Leitung von Johann Stamitz erlangte große Bedeutung. Die Streichersektion blieb wichtig, aber die Blasinstrumente, einschließlich der Klarinette, entwickelten sich. Elemente des klassischen Stils:
- Die Melodie beherrscht alles.
- Takte sind in geraden Zahlen angeordnet.
- Melodische Themen basieren auf kurzen, kontrastierenden Elementen.
Bedeutende Theoretiker dieser Zeit waren Mattheson, Riepel und Koch.
Melodie und Form in der Klassik
Die Melodie wurde zum wichtigsten Element. Dies führte zu wesentlichen Änderungen in der Komposition. Es wurden klare Strukturen und Phrasen verwendet, basierend auf einfachen Perioden und Harmonien.
Musikalische Elemente: Periode und Satz
Die Melodie besteht oft aus zwei Sätzen mit je 8 Takten. Wichtige Elemente sind:
- Satz: Zwei symmetrische Halbphrasen, wobei sich nur das Ende der ersten ändert (Dominante – Tonika).
- Periode: Im ersten Abschnitt wird neues Material vorgestellt, im zweiten Abschnitt werden frühere Halbphrasen wieder aufgegriffen.
Wichtige Werke und Komponisten
Mittelalter
- Claudio Monteverdi: L'Orfeo
- J.S. Bach: Das Wohltemperierte Klavier
- Vivaldi: Violinkonzerte
- Lully: Le Bourgeois Gentilhomme (Der Bürger als Edelmann)
- Boismortier: im japanischen Stil
- J. Gay: The Beggar's Opera
- Pergolesi: La Serva Padrona
- Purcell: Come Ye Sons of Art
- Händel: Lascia ch'io pianga
- Pachelbel: Kanon in D-Dur
Mittelalterliche Autoren
- Marco Polo: Lieder des Reisenden
- Martin Codax: Cantigas de Amigo
- Alfons X. der Weise: Cantigas de Santa Maria
- Johannes XXIII.
- Gregor der Große
- Augustinus von Hippo
- Adam de la Halle
Renaissance-Autoren
- Giovanni Pierluigi da Palestrina
- Tomás Luis de Victoria
- Francisco Guerrero
- Cristóbal de Morales
- Martin Luther
- Josquin Desprez
Barock
- Joseph Haydn: Die Schöpfung
- W.A. Mozart: Eine kleine Nachtmusik, Rondo alla Turca, Die Zauberflöte
- Beethoven: Pathétique, Missa Solemnis, 9 Symphonien
- Domenico Alberti
- Carl Philipp Emanuel Bach
- Rousseau: J'ai perdu mon tout bonheur, Musikalischer Denker
- Domenico Scarlatti: 555 Sonaten für Tasteninstrument
- L. Boccherini: Musica notturna delle strade di Madrid
Klassizismus
Der Klassizismus erstreckte sich ungefähr von 1750 bis 1810, zeitgleich mit der Französischen Revolution und der industriellen Revolution. Der galante Stil und der Stil der Empfindsamkeit fanden Anwendung. Die Instrumentalmusik (Sonate, Kammermusik, Symphonie, Konzert) und die Vokalmusik (Oper) verwendeten klare Strukturen, Phrasen und Perioden.