Musikgeschichte: Epochen, Stile und Klassifizierungen
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Klassifizierung von Musik
Musik kann nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden:
- Nach Einstufung: Religiös (liturgisch oder nicht-liturgisch) und profan.
- Nach Publikum: Gebildete Musik, Volksmusik (Folklore) oder Popmusik.
- Nach Inhalt und Präsentation:
- Programmatische Musik: Für einen konkreten Zweck geschaffen.
- Deskriptive Musik: Beschreibt ein Ereignis.
- Dramatische Musik: Musik, die einen Text begleitet.
- Pura oder abstrakte Musik: Musik ohne konkreten außermusikalischen Zweck.
Die Epochen der Musikgeschichte
Mittelalter (5. bis 15. Jahrhundert)
Das wichtigste musikalische Ereignis war der Gregorianische Choral: lateinische, monodische Texte, die von Mönchen ohne instrumentale Begleitung gesungen wurden. Später entwickelte sich die Polyphonie, deren erste Form das Organum war. Zudem gab es die Musik der Troubadoure (für den Adel) und der Spielleute (in den Dörfern).
Renaissance (15. und 16. Jahrhundert)
Die Renaissance war geprägt von der Wiederentdeckung der antiken Kultur sowie einem gesteigerten Interesse an Kunst und Wissenschaft. Es entstanden polyphone Werke wie die Motette. Die Vokalmusik konzentrierte sich vor allem auf menschliche Gefühle, während die Instrumentalmusik ihre Anfänge nahm.
Barock (17. bis Mitte 18. Jahrhundert)
In dieser Zeit wurde versucht, ein dramatisches Gefühl in der Musik zu erzeugen. Es ist eine entscheidende Ära für die Entwicklung musikalischer Formen. Bedeutende Komponisten wie Bach, Händel und Vivaldi prägten diese Zeit. Wichtige Gattungen waren die Oper, das Oratorium, die Suite und das Konzert.
Klassizismus (Zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts)
Der Klassizismus suchte nach der Schönheit antiker Ideale und vereinfachte die Komplexität des Barock. Die Musik sollte leicht verständlich und unterhaltsam sein. Die Opera buffa entwickelte sich weiter, und die Sonate wurde als formale Grundlage etabliert. Herausragende Komponisten waren Mozart und Beethoven.
Romantik (19. Jahrhundert)
Die Oper war die beliebteste Unterhaltungsform dieser Epoche. Es entwickelte sich das Lied, ein intimes Stück für Solostimme mit Klavierbegleitung. Das Klavier wurde zum weit verbreiteten Instrument. Zudem entstand die Programmmusik, die Ereignisse musikalisch beschreibt.
20. und 21. Jahrhundert
Die Musik löste sich von den traditionellen Vorstellungen von Schönheit und Unterhaltung. Es wurde intensiv mit Klängen experimentiert. Wichtige Stile sind:
- Impressionismus: Melodien sind nicht klar definiert.
- Expressionismus: Ausdruck pessimistischer Gefühle.
- Dodekaphonie: Verwendung aller zwölf Töne der chromatischen Tonleiter ohne Wiederholung.
- Serialismus & Elektronische Musik: Komposition mit elektronisch manipulierten Klängen.
- Aleatorik (Zufallsmusik): Musik, die in ihrem Verlauf unbestimmt ist.