Musikgeschichte: Von der Renaissance bis zum Barock

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1. Motette: "O vos omnes" von Tomás Luis de Victoria

Eine Motette ist eine polyphone Gesangskomposition zu einem religiösen Thema, meist in lateinischer Sprache und keine Messe.

Die Mystik im 16. und 17. Jahrhundert

Die Mystik war in Spanien im 16. und 17. Jahrhundert von großer Bedeutung. Mystiker waren religiöse Menschen, die durch Opfer, Fasten und andere Praktiken die Vereinigung mit Gott bereits in diesem Leben anstrebten.

2. Madrigal: "Ahimè, dov'è 'l bel viso" von Arcadelt

Das Madrigal ist eine polyphone, profane Vokalform, die in der Regel a cappella vorgetragen wird (16. Jahrhundert). Es ist die typische Gesangsform des Renaissance-Hofes.

Das Ideal des Höflings

Das Ideal des Renaissance-Höflings verlangte, dass vier Personen kultiviert miteinander sangen. Während des Gesangs schienen sie sich gegenseitig auszuweichen, ohne dabei ihre Rolle zu verlieren. Das Ergebnis war eine erfreuliche Eleganz.

5. Madrigal: "Hor che'l ciel e la terra" von Monteverdi

Im 17. Jahrhundert (Barock) wurde das Madrigal dramatischer, geprägt von Kontrasten und instrumentaler Begleitung. Der Text basiert auf einem Sonett von Petrarca. Das Ideal der Eleganz und Zurückhaltung wurde zugunsten des freien Ausdrucks von Gefühlen aufgegeben.

6. Rezitativ: "Dido und Aeneas" von H. Purcell

Hierbei handelt es sich um ein Rezitativ für Sopran, begleitet von einem Tasteninstrument und einem Cello. Es ist ein Beispiel für die Opera seria mit der typischen Begleitung durch den Basso continuo. Die Arie basiert auf einem Ostinato-Bass. Die italienische Oper triumphierte in Europa, fand jedoch in England weniger Anklang, da sie dort als unnatürlich empfunden wurde.

8. Duett: "Tanti strali" – Händels Kantate

Eine Kantate von Händel ist wie eine Mini-Oper, die zu Hause mit wenigen Interpreten, ohne Requisiten und mit nur zwei oder drei Instrumenten (kein volles Orchester) aufgeführt werden kann. Die Dauer beträgt bis zu 15 Minuten. Der Sänger drückt seine Gefühle frei über einem Basso continuo aus. Manchmal tritt ein zweiter Sänger hinzu, um ein Duett zu bilden.

9. Rezitativ: "La Serva Padrona" von Pergolesi

Das Rezitativ dient als Überleitung zur nächsten Arie. Diese Arie zeichnet sich durch einen eingängigen Refrain und komische Elemente aus – typisch für die neue komische Oper. Rezitative in Opern dienen den erklärenden Dialogen, die nicht zwingend musikalisch ausgestaltet werden müssen. Besetzung: Sopran und Alt.

10. Oratorium: "Messias" von Händel

Ein Oratorium ist in seiner Struktur fast identisch mit einer Oper: instrumentale Ouvertüre, Rezitativ, Arie, Chor, Duett usw. Es zeichnet sich durch eine große Anzahl an Instrumenten und Stimmen aus. Obwohl es religiöse Themen behandelt, wird es nicht als liturgische Musik, sondern als Konzertwerk im Opernhaus aufgeführt.

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