Mythologie und Kunstgeschichte: Von Apollo bis Barock
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Der Mythos von Apollo und Daphne
Der Mythos erzählt von der Rivalität zwischen Apollo und Eros. Eros, verärgert über Apollos Arroganz, wollte sich rächen. Er schoss einen goldenen Pfeil auf Apollo, der sofortige Liebe entfachte, und einen Bleipfeil auf die Nymphe Daphne, der Ablehnung verursachte.
Als Apollo Daphne sah, entbrannte in ihm eine leidenschaftliche Liebe, und er begann sie zu verfolgen. Daphne jedoch, die durch den Bleipfeil den gegenteiligen Effekt erlitt, floh vor ihm. Bis zur Erschöpfung laufend, suchte sie Hilfe bei ihrer Mutter, die sie schließlich in einen Lorbeerbaum verwandelte.
Als Apollo Daphne erreichte, begann die Verwandlung: Ihr Körper wurde von einer harten Rinde bedeckt, ihre Füße wurden zu Wurzeln im Boden und ihr Haar füllte sich mit Blättern. Apollo umarmte den Baum und trauerte um sie.
Kunsthistorische Fachbegriffe
Stifter (Geber)
Im 15. Jahrhundert war es in der gotischen Malerei üblich, den Stifter, der die Komposition des Werkes bezahlte, am unteren Bildrand darzustellen. Bei religiösen Themen wurden sie zunächst kleiner als die Hauptfiguren abgebildet, doch bei den flämischen Primitiven verschwand diese Unterscheidung.
Salomonische Säule
Eine Säule mit einer gewundenen Aufwärtsspirale, die sehr charakteristisch für die Barockarchitektur ist.
Verkürzung (Foreshortening)
Die Darstellung einer Figur, die in der Realität senkrecht oder schräg zur Bildebene stehen würde. Dies erfordert eine perspektivische Verkürzung, insbesondere wenn sich der Körper in einer sehr schrägen oder senkrechten Position zur Augenhöhe befindet.
Churrigueresco
José Benito de Churriguera und seine Familie waren eine Architektenfamilie des Barock. Ihr Name wurde zum Synonym für eine Vielzahl von Ornamenten und die dekorative Übersteigerung architektonischer Elemente.
Figura Serpentinata
Ein Begriff aus Italien, der eine skulpturale Komposition in Form einer Schlange beschreibt. Die Figuren sind in einer aufsteigenden, spiralförmigen Bewegung angeordnet, was sehr typisch für den Manierismus und den Barock ist.