Nachhaltige Wasserwirtschaft: Nutzung und Schutz
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Industrielle Wassernutzung
In der Industrie gibt es bemerkenswerte konsumtive Verwendungen: als Rohstoff für die Synthese chemischer Verbindungen, zur Kühlung (z. B. in der Stahlproduktion), für den Transport von Abfällen sowie zur Dampferzeugung für die Stromerzeugung in thermischen und Kernkraftwerken.
Nicht-konsumtive Wassernutzung
- Energie: Nutzung von Wasser für die Wasserkraft.
- Erholung: Nutzung von Flüssen, Talsperren, Seen und Meeren für Sport und Freizeit. Hier unterscheiden wir zwei Gruppen: primärer Kontakt (z. B. Baden) und sekundärer Kontakt (z. B. Landschaft, Navigation).
- Ökologie und Umwelt: Feuchtgebiete und Lagunenkomplexe haben eine wichtige ökologische Bedeutung als Lebensraum. Diese Orte sind Oasen für Zugvögel, und die Sumpfvegetation ist reich an endemischen Arten.
Wasserwirtschaftliche Planung
Wasser ist eine essenzielle, begrenzte und knappe natürliche Ressource. Ein guter Wasserplan erfordert Maßnahmen zur Einsparung, zur Rationalisierung des Verbrauchs und zur Begrenzung von Schadstoffemissionen. Diese Aktionen müssen durch technische Maßnahmen zur effizienten Nutzung ergänzt werden.
Rationalisierungsmaßnahmen für Einsparung und Konsum
1. Allgemeine Maßnahmen
- Schutz aller Flüsse, Bäche und des Grundwassers vor Verschmutzung.
- Förderung der Wiederverwertung von Wasser, um die benötigte Menge aus der Natur zu reduzieren.
- Schutz der Wälder: Wälder verlangsamen den Wasserkreislauf. Ohne Vegetation fließt Regenwasser schnell ab; Wälder hingegen speichern Wasser wie ein Schwamm, fördern die Feuchtigkeit und tragen zu einem ausgeglichenen Klima bei.
- Regulierung der Nutzung fossiler Grundwasserleiter: Die rücksichtslose Ausbeutung für Bewässerung führt, besonders im Mittelmeerraum, zur Versalzung durch eindringendes Meerwasser.
2. Sparmaßnahmen für industrielle Anwendungen
- Landwirtschaft: Der Verbrauch für die Bewässerung ist entscheidend, da er den Großteil des Gesamtverbrauchs ausmacht. Viele aktuelle Bewässerungssysteme sind ineffizient und müssen ersetzt werden.
- Industrie: Gewerbegebiete verbrauchen und verschmutzen große Mengen Wasser. Industrielle Schadstoffe sind oft nicht biologisch abbaubar und belasten Grundwasserleiter sowie Oberflächengewässer.
3. Technische Maßnahmen
- Stauseen: Der Bau von Staudämmen dient der Regulierung von Flüssen, dem Hochwasserschutz, der Wasserversorgung und der Energieerzeugung.
- Wassertransfers: Umleitung von Wasser aus wasserreichen in wasserarme Gebiete durch Kanäle, was jedoch hohe Auswirkungen auf die Umwelt hat.
- Renaturierung von Flussläufen: Wiederherstellung der Ablaufleistung und Wasserqualität durch Reinigung, Konditionierung der Kanäle und Aufforstung von Auwäldern.
- Entsalzung von Meerwasser: Gewinnung von Trinkwasser durch thermische Verfahren (Verdunstung) oder Membranfiltration (z. B. Umkehrosmose).
- Kontrolle der Aquifer-Ausbeutung: Überwachung der Grundwasserentnahme und bei Bedarf künstliche Wiederauffüllung der Grundwasserleiter.
4. Politische Lösungen
Internationale Konferenzen bieten einen Rahmen für die globale Wasserbewirtschaftung:
- Konferenz der Vereinten Nationen zum Wasser (Mar del Plata, 1977): Erste globale Bewertung der Wasserressourcen.
- Rio de Janeiro (1992): Fokus auf die Notwendigkeit der ständigen Überwachung von Wasserqualität und -menge.
- Gipfel von Johannesburg (2002): Betonung der Notwendigkeit, die Verfügbarkeit von Wasser in bedürftigen Ländern zu fördern.