Nachhaltigkeit messen: Indizes und Umweltrisiken

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Indizes zur Messung der Nachhaltigkeit

Zur Erreichung des Grundsatzes der Unumkehrbarkeit Null ist es notwendig, den Umweltschaden zu beurteilen, der durch menschliche Aktivitäten entsteht, sowie Maßnahmen zu deren Linderung zu ergreifen.

Indikatoren zur Nutzung von Umweltressourcen

Umweltindikatoren oder Umweltprüfungen enthalten Informationen über den Zustand oder die Entwicklung eines spezifischen Umweltproblems. Sie können im Entscheidungsprozess verwendet werden, um die am besten geeigneten Maßnahmen zu verabschieden.

Ziele der Nachhaltigkeit

  • Erhaltung der natürlichen Ökosysteme (ökologische Nachhaltigkeit)
  • Vermeidung der Erschöpfung natürlicher Ressourcen (wirtschaftliche Nachhaltigkeit)
  • Gewährleistung von Gesundheit und Wohlergehen (soziale Nachhaltigkeit)

Arten von Indikatoren

  • Druck (P): Probleme, die durch menschliche Aktivitäten verursacht werden.
  • Zustand (E): Auswirkungen des Drucks auf die Umwelt.
  • Reaktion (R): Politische und soziale Bemühungen im Umweltbereich.

Der ökologische Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck ist ein nützlicher Indikator, um den Einfluss des Menschen auf den Planeten und unser Nachhaltigkeitsniveau zu beurteilen. Er misst die gesamte Umweltbelastung, die durch eine menschliche Population generiert wird.

Ausgedrückt wird er durch die Menge der produktiven Fläche (Land- oder Meeresgebiet), die notwendig ist, um alle verbrauchten Ressourcen zu produzieren, die entstehenden Abfälle zu absorbieren und Vegetation zu entwickeln, die das emittierte Kohlendioxid aufnehmen kann.

Der weltweite Durchschnitt liegt bei 2,3 ha pro Kopf, was bereits über der Tragfähigkeit der Erde liegt, die auf 2,1 ha pro Kopf geschätzt wird.

Umweltrisiken und Katastrophen

Ein Risiko ist jede Bedingung, jeder Prozess oder jedes Ereignis, das die Umwelt schädigen, zu Verletzungen führen oder wirtschaftliche Verluste verursachen kann. Es beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses, das Schaden verursacht.

  • Katastrophe: Wenn das Ereignis eingetreten ist und die Auswirkungen auf den Menschen stark wahrnehmbar sind.
  • Desaster: Wenn der Grad der Zerstörung so hoch ist, dass die Gesellschaft Hilfe von außen benötigt.
  • Kalamität: Wenn eine Katastrophe vorübergehend andauert.

Arten von Risiken

Technologische oder kulturelle Risiken

Diese treten beim normalen Betrieb von Maschinen, der routinemäßigen Verwendung von Chemikalien, durch menschliches Versagen oder durch einen gefährlichen Lebensstil auf. Beispiele: Ölpest, Drogenmissbrauch oder die Konzentration von Nitraten im landwirtschaftlichen Wasser.

Natürliche oder ökologische Risiken

Diese entstehen aufgrund natürlicher Ursachen und können wie folgt unterteilt werden:

  • Biotische Risiken: Krankheiten, die durch infektiöse Organismen, Parasiten, Pollen oder Tiere verursacht werden. Beispiele: Pest, AIDS oder Heuschreckenplagen.
  • Chemische Risiken: Wirkungen von gefährlichen Chemikalien in Lebensmitteln, Wasser, Luft oder Boden. Beispiel: Gase, die von einem Vulkan ausgestoßen werden.
  • Physische Risiken: Umfassen verschiedene Arten wie Funkwellen, Elektromagnetismus, Lärm oder Feuer. Die wichtigsten sind:
  • Klimatische Risiken: Diese sind an atmosphärische Erscheinungen gebunden, wie Tornados, Kälteeinbrüche, Trockenheit etc.
  • Geologische Risiken: Verursacht durch geologische Prozesse. Diese werden unterteilt in interne geologische Prozesse (Vulkane und Erdbeben) und externe geologische Prozesse (Erdrutsche, Überschwemmungen), die meist vom Klima abhängen.
  • Kosmische Risiken: Risiken aus dem Weltraum, wie Meteoriteneinschläge oder Schwankungen der Sonnenstrahlung.

Gemischte Risiken

Diese entstehen durch die Änderung oder Verstärkung natürlicher Prozesse durch menschliches Handeln.

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