Nationalismus und Impressionismus in der Musikgeschichte
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Nationalismus in der Musik (1850–1950)
Der musikalische Nationalismus entstand um 1850 innerhalb der Romantik und hielt sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Komponisten verspürten das Bedürfnis, ihre eigene Folklore, Traditionen und Freiheit gegenüber übermäßigem ausländischem Einfluss – insbesondere der deutschen Oper und der italienischen Sinfonik – zum Ausdruck zu bringen.
Merkmale der nationalistischen Musik
Die nationalistische Musik nutzt spezifische Klangfarben, Rhythmen und Kadenzen, die eng mit der Herkunft des Komponisten verbunden sind. Diese Elemente werden in die Kunstmusik integriert, oft ergänzt durch außermusikalische Einflüsse wie Architektur oder charakteristische Landschaften.
Die Sinfonische Dichtung
Die Sinfonische Dichtung ist ein einsätziges Orchesterwerk, das von außermusikalischen Inhalten inspiriert ist, etwa durch Literatur, Architektur, Malerei oder persönliche Erfahrungen.
Die spanische nationalistische Schule
Spanische Komponisten versuchten, ihre musikalische Identität und Vergangenheit wiederherzustellen, was mit den Idealen der „Generation von 98“ korrespondierte. Trotz des Scheiterns bei der Etablierung einer eigenständigen spanischen Oper bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, prägten bedeutende Komponisten diese Ära:
- Isaac Albéniz
- Enrique Granados
- Manuel de Falla
- Joaquín Turina
Der Musikwissenschaftler Felipe Pedrell leistete hierbei Pionierarbeit bei der Erforschung und Wiederherstellung der spanischen Folklore.
Der musikalische Impressionismus
Der Impressionismus brach mit der Idealisierung der Romantik und den strengen Vorgaben der Pariser Akademie der Schönen Künste. Der Begriff stammt aus der Malerei: 1872 schuf Claude Monet das Werk „Impression, Sonnenaufgang“. Gemeinsam mit Künstlern wie Cézanne, Degas und Renoir verlagerte sich der Fokus vom Atelier ins Freie.
Plastizität und Atmosphäre
Künstler und Komponisten des Impressionismus wollten das Ambiente und die Atmosphäre durch ein Spiel von Licht und Schatten einfangen. Die Natur dient dabei als persönliche Inspirationsquelle, um eine neue Art des Musikverständnisses zu schaffen, die sich gegen akademische Diktate stellt.