Nationalsozialismus: Aufstieg, Ideologie und Diktatur
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Nationalsozialismus und die Weimarer Republik
1918: Kaiser Wilhelm II. dankt ab. Die Weimarer Republik wird ausgerufen, die auf einer demokratischen Verfassung basiert. Die Regierung wird von Christdemokraten (Zentrum) und Sozialisten geführt.
Probleme der Weimarer Republik: Wirtschaftskrise
- Kriegsreparationen: Verpflichtungen aus dem Vertrag von Versailles.
- Massive Arbeitslosigkeit und soziales Elend.
Die Republik wird durch revolutionäre Bewegungen bedroht:
- Links: Spartakusbund (Kommunismus unter Rosa Luxemburg).
- Rechts: Staatsstreich-Versuche (Putsch). Hitler wird inhaftiert und schreibt im Gefängnis sein Werk "Mein Kampf".
Der Weg zur Macht (1924–1934)
1924–1929: Es erfolgt eine vorübergehende Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen.
1929: Der Börsencrash führt zur Weltwirtschaftskrise. Fabriken schließen, und es gibt 6 Millionen Arbeitslose in Deutschland.
1932: Bei den Reichstagswahlen erhält die Nazi-Partei 13 Millionen Stimmen. Hitler wird durch den Reichspräsidenten von Hindenburg zum Reichskanzler (Regierungschef) ernannt.
1933: Nach dem Reichstagsbrand (Feuer im Parlament) wird die Schuld den Kommunisten zugeschrieben.
1934: Hitler wird zum „Führer und Reichskanzler“ des Dritten Reiches proklamiert.
Hitler und die NSDAP
1920: Gründung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).
- Rote Flagge mit einem Hakenkreuz.
- Sturmabteilung (SA) als paramilitärische Organisation.
Ideologie:
- "Mein Kampf" als programmatische Grundlage.
- Hass auf Kommunisten, Bolschewiki und Juden.
- Verteidigung der „arischen Rasse“ und das Streben nach einem Großdeutschen Reich (Drittes Reich).
Die NS-Diktatur
1934: Übernahme aller politischen und administrativen Funktionen:
- Auflösung aller anderen politischen Parteien.
- Das Parlament wird entmachtet und geschlossen.
- Unterdrückung freier Wahlen und der individuellen Freiheit.
- Abschaffung der Gewerkschaften.
- Ausschaltung der unabhängigen Justiz zugunsten individueller Machtausübung.
- Gleichschaltung der lokalen Verwaltung.
Soziale Merkmale:
- Totaler Einfluss der Partei und Ideologie auf Hochschule, Bildung, Kultur und Kunst.
- Gegner werden verfolgt und zensiert (Bücherverbrennung, „schwarze Listen“).
- Gründung der Hitler-Jugend.
- Die Rolle der Frau (3K): Kinder, Küche, Kirche.
Wirtschaft in der Diktatur
- Die Wirtschaftspolitik Hitlers war auf militärische Projekte und die Expansionspläne des Regimes ausgerichtet.
- Es wurde eine Autarkie angestrebt (wirtschaftliche Selbstversorgung des Landes), um die Wirtschaft unabhängig zu machen.