Natürliche Ressourcen: Definition, Arten und Nachhaltigkeit
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Was sind natürliche Ressourcen?
Eine natürliche Ressource ist jeder Stoff – ob fest, flüssig oder gasförmig –, der in der Natur in ausreichender Menge vorhanden ist und für die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen benötigt wird. Dazu zählen landwirtschaftliche Produkte, Rohstoffquellen wie Gesteine und Mineralien sowie Energieträger und Reserven an fossilen Brennstoffen und nuklearen Materialien.
Klassifizierung natürlicher Ressourcen
Eine Ressource gilt als nutzbar, wenn ihr Umfang und ihre Lage bekannt sind und ihre Verwendung technisch machbar sowie wirtschaftlich tragfähig ist. Die Klassifizierung erfolgt nach verschiedenen Kriterien:
- Art der Ressource: Unterscheidung zwischen Energiequellen (z. B. Sonnenlicht) und materiellen Ressourcen (z. B. landwirtschaftliche Erzeugnisse). Materielle Ressourcen können biotisch (z. B. forstwirtschaftliche Produkte) oder abiotisch (z. B. Mineralien) sein.
- Wiederverwendbarkeit: Unterscheidung zwischen wiederverwendbaren und nicht wiederverwendbaren Ressourcen.
- Nutzungszweck: Ressourcen für das menschliche Leben (Nahrung, Lebensraum) oder zur Energiegewinnung und Produktion.
- Erneuerbarkeit: Einteilung in erneuerbare und nicht erneuerbare Ressourcen.
Erneuerbare vs. nicht erneuerbare Ressourcen
Eine Ressource ist erneuerbar, wenn die Rate der Gewinnung niedriger ist als ihre natürliche Regenerationsrate. Eine Ressource ist nicht erneuerbar, wenn sie schneller verbraucht wird, als sie sich bilden kann (z. B. fossile Brennstoffe und Mineralien).
Globale Herausforderungen und Ernährung
Der weltweite Lebensmittelverbrauch steht in direktem Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum. Das Problem ist nicht nur die Anzahl der Menschen, sondern auch der ungleiche Konsum natürlicher Ressourcen. Die Grüne Revolution und der Einsatz von Biotechnologie haben die Nahrungsmittelproduktion zwar gesteigert, doch die Nachfrage wächst stetig.
Wasser als lebenswichtige Ressource
Das Wasser auf der Erde durchläuft einen natürlichen Kreislauf und existiert in drei Zuständen: fest (Eis), flüssig und gasförmig (Wasserdampf). Die Nutzung wird in konsumtive (Qualitäts- oder Mengenverlust) und nicht-konsumtive Nutzung unterteilt.
Energieressourcen und ihre Nutzung
Der Energieverbrauch ist ein Index für den Wohlstand einer Gesellschaft. Die Energiekette umfasst:
- Primärenergie: Extraktion aus der natürlichen Umwelt.
- Verarbeitung: Umwandlung in sekundäre, nutzbare Energieformen.
- Endverbrauch: Nutzung als Arbeit, Wärme, Licht oder Strahlung.
Merkmale von Energieträgern
- Nicht erneuerbar: Erschöpflich, oft importabhängig, technologisch komplex und meist umweltbelastend (z. B. Kohle, Erdöl, Erdgas, radioaktive Mineralien).
- Erneuerbar: Nahezu unerschöpflich, oft dezentral verfügbar und umweltschonender (z. B. Wasser, Wind, Sonne, Geothermie, Biomasse).
Bodenschätze und mineralische Ressourcen
Die Gesellschaft ist stark von metallischen und nicht-metallischen Mineralien abhängig. Der Bergbau steht dabei vor zwei großen Herausforderungen: der Arbeitssicherheit und der Umweltverschmutzung.
Wälder und Naturschutz
Wälder sind essenziell für die biologische Vielfalt und fungieren als „Sauerstofffabriken“, da sie durch Photosynthese Kohlendioxid binden und Sauerstoff freisetzen. Kulturelle Ressourcen wie Nationalparks dienen zudem dem Schutz von Landschaften und der wissenschaftlichen Forschung.
Übernutzung und ihre Folgen
Übernutzung tritt auf, wenn die Extraktionsrate die Regenerationsrate übersteigt. Dies führt zu irreversiblen Schäden wie:
- Verlust der biologischen Vielfalt und Artensterben.
- Umweltzerstörung und Störung sozioökonomischer Ketten.
- Verknappung von Trinkwasser und fossilen Brennstoffen.
- Zerstörung natürlicher Lebensräume durch Abholzung und intensive Landwirtschaft.
Das Problem der Übernutzung kann durch den Übergang zu einem ökonomischen Modell gelöst werden, das verstärkt auf die Nutzung erneuerbarer Ressourcen und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft setzt.